Donnerstag, 29. August 2013

TTT 129

Alice im Bücherland

Hallo ihr Lieben,

schon wieder ist eine Woche rum und es wird Zeit für den heutigen TTT 
10 Bücher, deren Titel alle mit V beginnen.

Ich habe da mal etwas für euch vorbereitet :-)






  • Vatermord und andere Familienvergnügen - Steve Toltz
  • Die Verratenen - Ursula Poznanski
  • Die Verborgenen (Schattenblüte01) - Nora Melling
  • Die verborgene Sprache der Blumen - Vanessa Diffenbaugh
  • Verflucht seist Du - Inge Löhnig
  • Verbotene Lust - Laura Thornton
  • Versuchung des Zwielichts (Darkyn01) - Lynn Viehl
  • Vampirin auf Abwegen - Lynsay Sands
  • Die verborgene Seite des Mondes - Antje Babendererde
  • Vorstadtkrokodile - Max von der Grün

Wenn ich mir das so ansehe - eine ziemlich wilde Mischung. Dabei dachte ich eigentlich, dass ich nicht genug V Bücher zusammen bekomme - und jetzt musste ich sogar noch einige aussortieren.
Dann bin ich jetzt mal gespannt, wie eure Listen aussehen.
Nächste Woche geht es mit dem W weiter. *grübelt schon mal*

Liebe Grüße
MacBaylie

Mittwoch, 28. August 2013

Eiskaltes Herz - Ulrike Rylance




Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423715413
ISBN-13: 978-3423715416
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 8,95 €

Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Lena und Leander sind verliebt ineinander und seit geraumer Zeit ein Paar. Alles ist gut. Bis zu jenem Tag, als Leander sich plötzlich in Vanessa, die hübsche, reiche, Einser-Schülerin aus gutem Hause, verliebt. Lena ist vollkommen außer sich, denn vor Wochen noch, wollte Leander nichts mit Vanessa zu tun haben. Ihren Zorn und die bittere Enttäuschung verbirgt sie nicht - auch nicht vor ihren Freunden und Mitschülern. Darum ist auch für alle klar, dass Lena nicht unschuldig an Vanessas Tod sein kann. 

Meine Meinung:
Das ist der erste Jugendthriller, den ich von Ulrike Rylance gelesen habe und ich habe es nicht bereut. Bisher kannte ich nur die lustige Seite der Autorin: „Tante Marta im Gepäck“, wo mir schon der wirklich schöne und angenehm leicht zu lesende Schreibstil aufgefallen ist.

„Eiskalte Herz“ ist ein kurzweiliges (224 Seiten) aber sehr spannendes Lesevergnügen und auch für etwas ältere Leser durchaus lesenswert. 
Wir erleben alles hautnah mit Lena gemeinsam aus ihrer Sicht. Einmal im Hier und Jetzt (Juni/Juli) ein anderes Mal kurz zuvor in der Vergangenheit (April/Mai). Ihre Gefühle, ihre Ängste, ihre Gedanken, lassen beim Lesen mehr als einmal eine Gänsehaut zurück und man erkennt, wie schnell ein Leben sich von jetzt auf gleich grundlegend verändern kann. 

Positiv aufgefallen sind mir auch die Dialoge. Sie wirken jugendlich frisch, aber nie unecht oder gekünstelt.

Den Aufbau des Romans finde ich gelungen, denn durch die kleinen Zeitsprünge bleibt die Geschichte durchweg spannend. Und selbst ganz am Schluss, wenn man glaubt das war‘s jetzt, schafft die Autorin es, noch einen oben drauf zu setzen. 

Fazit:
Ein kurzweiliges, aber sehr spannendes Jugendbuch, das einige Überraschungen im Gepäck hat. Ein toller Schreibstil, authentische Charaktere und die gut umgesetzte Idee, machen den Roman zu einem wahren Lesevergnügen. Eine prima Geschichte für einen verregneten Abend.



Bewertung



Dienstag, 27. August 2013

Schwesterlein, komm stirb mit mir - Karen Sander




Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: rororo; Auflage: 4 (1. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499242176
ISBN-13: 978-3499242175
Preis: 9,99 €

Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Hauptkommissar Georg Stadler wird zu einem Mordfall gerufen. Was er in der Wohnung vorfindet, lässt nicht mal ihn kalt. Die Hausbewohnerin, eine Anwältin, wurde auf bestialische Weise abgeschlachtet. Messerstiche und der aufgeschlitzte Unterleib erinnern Stadler an einen vergangenen Fall, für den jedoch schon ein Täter überführt wurde. Sitzt da etwa ein Unschuldiger hinter Gittern und sie haben es hier mit einem Serienmörder zu tun?
Um der Sache auf den Grund zu gehen, wendet er sich an Elisabeth Montario, eine Psychologin, die auf Serienmorde spezialisiert ist, und bittet sie um Hilfe. Dieser außergewöhnliche Fall weckt ihre Neugier und sie sagt zu. Vielleicht kann die Arbeit daran, sie von den Drohbriefen, die sie seit einiger Zeit bekommt, ablenken.


Meine Meinung:
Karen Sander hat hier einen ausgezeichneten Pageturner zu Papier gebracht. Einmal angefangen, möchte man das Buch am liebsten in einem durch lesen, bis man der Bestie endlich auf die Spur gekommen ist. Leider ist das zeitlich nicht immer machbar.

Stadler als Ermittler war mir von Anfang an sympathisch. Er ist nicht der aalglatte Schnösel, der es mit allem und jedem aufnimmt, sondern hat seine Ecken, Kanten und Schwächen.
Auch Elisabeth Montario ist eine angenehme Persönlichkeit. Sie ist ein relativ vorsichtiger Typ, arbeitet an der Uni und hat einen ausgezeichneten Blick für Details. Nur in eigenen Belangen scheint ihre Auffassungsgabe blockiert zu sein, wofür man Ereignisse aus der Vergangenheit verantwortlich machen kann.

Gemeinsam versuchen die beiden dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Zu Anfang noch im Geheimen, denn Stadler hatte eigentlich keine Genehmigung Liz Montario in den Fall mit einzubeziehen, da niemand an einen Serienkiller glaubte, aber nachdem ein weiterer Mord geschehen ist, ganz offiziell. Trotz wirklich guter Hinweise von Liz, kommen sie nicht wirklich weiter. Weiter geht nur die Mordserie, die sich jedoch sehr atypisch fortsetzt.

Spannung ist hier garantiert und an falschen Fährten, (oder sind sie vielleicht gar nicht immer so falsch?), mangelt es ganz und gar nicht. Selbst wenn man irgendwann zu wissen glaubt, wer hier sein Unwesen treibt - sicher ist man sich nie. Und zudem bleibt immer noch die Frage nach dem Warum.
Interessant fand ich auch, dass die ein oder andere Spur ins Leere führte. Das hat zwar kurzzeitig die Frage aufgeworfen, wofür war das jetzt gut?, aber im Nachhinein hat es mir gut gefallen, dass mir nicht alles bis ins kleinste Detail vorgekaut wurde. So konnte die Fantasie auch ein paar eigene Wege beschreiten.

An manchen Stellen hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht, aber im Großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit der Geschichte. 
Da es sich bei diesem Buch um den Auftakt einer Reihe handelt, werde ich Hauptkommissar Stadler und Liz Montario bei ihrem nächsten Fall garantiert wieder über die Schulter schauen.

Fazit:
Eine spannungsgeladene Geschichte von Anfang bis Ende. 
Der Schreibstil ist zugkräftig, nicht zu karg aber auch nicht ausufernd.
Meine Empfehlung für ein aufregendes Lesewochenende.


Bewertung





Montag, 26. August 2013

Antonia Michaelis Special - Gewinner


Hallo ihr Lieben,

heute ist es soweit, die Gewinner der beiden Bücher von Antonia Michaelis stehen fest.
Der Lostopf war ja sehr überschaubar, was ich ehrlich gesagt bei diesen tollen Büchern und den auffallend vielen Klicks gar nicht verstehen kann. Aber wahrscheinlich haben die meisten von euch "Nashville" und "Paradies für alle" schon gelesen :-)

Glücksfee war übrigens die Zeitungsfrau, die auf ihrer Tour meistens eine kleine Kaffeepause bei mir (auf der Arbeit) einlegt. :-)  
Lieben Dank Daniela!

"Nashville" geht an:


Julia


"Ein Paradies für alle" geht an:


Fina vom Buchlabyrinth


Herzlichen Glückwunsch euch beiden und viel Spaß mit den Büchern!!! :-)
Schickt mir bitte eure Adresse.

Liebe Grüße
MacBaylie


Sonntag, 25. August 2013

No Place - No Home - Morton Rhue




4 CDs
Gesamtspielzeit: 04:54:45
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH 
(23. August 2013)
Sprache: Deutsch
Gelesen von: Paul Kindermann, Bernd Stephan, Christian Rudolf
ISBN-10: 3833731907
ISBN-13: 978-3833731907
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 19,99 €

Das gleichnamige Buch ist im Ravensburger Buchverlag erschienen.

Hörprobe

Kurzbeschreibung:
Dan ist ein ganz normaler Junge in einer ganz normalen Amerikanischen Kleinstadt. Der Highschool-Abschluss ist in greifbarer Nähe und ein Stipendium hat er auch schon in Aussicht. Als seine Eltern jedoch ihre Arbeitsplätze verlieren, reicht das Geld vorne und hinten nicht mehr. Sie müssen aus ihrem Haus ausziehen und würden quasi auf der Straße stehen, wenn sie nicht kurzfristig einen Unterschlupf bei Dans Onkel gefunden hätten. Lange geht das jedoch nicht gut. Die beengte Wohnsituation wird unerträglich, sodass Dans Eltern beschließen, lieber nach Dignityville zu ziehen. Eine Zeltstadt für Obdachlose. Die Umstellung ist nicht leicht für Dan, zumal seine Geldmittel immer knapper werden und er sich vor seinen Freunden und ganz besonders vor seiner Freundin schämt, dort wohnen zu müssen. Schnell wird ihm aber klar, dass all die Vorurteile, die er selbst den Obdachlosen gegenüber hatte, falsch sind. Die Leute dort sind weder verlottert noch faul, ganz im Gegenteil. Als es zu Unruhen und sogar zu Angriffen auf einige Bewohner der Zeltstadt kommt, macht Dan eine unglaubliche Entdeckung ...

Meine Meinung:
Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Obwohl ich gestehen muss, dass mir ein bisschen die Nähe gefehlt hat. Andererseits wurde aber auch deutlich, dass wir (in Deutschland) gar nicht mehr so weit von amerikanischen Zuständen entfernt sind. Im Moment sind es noch überwiegend Asylbewerber die in Containerburgen zusammengepfercht leben müssen (was ich schon total mies finde), aber wie lange dauert es noch bis es uns ebenso ergeht?
Morton Rhue hat es sehr gut hinbekommen, mich anhand seines Protagonisten Dan zum Nachdenken zu bewegen. Deutlich aber keineswegs übertrieben hat er dargestellt, wie schnell und vollkommen unvorbereitet man von einem absolut normalen Leben, mit Freunden, Freundin, Haus mit Garten, ins absolute Abseits katapultiert werden kann und vorerst von seinen Zukunftsplänen abschied nehmen muss. 
Sehr gut hat mir auch Mac, ein Mädchen, das in die gleiche Schule geht wie Dan und ebenfalls in Dignityville lebt, gefallen. Sie hat sich nicht versteckt und mit guten Argumentationen überzeugen können.

Leider kam ich mit der Erzählweise von Paul Kindermann (Dan) nicht so gut zurecht. Die Stimme hat zwar die passende Jugendlichkeit, jedoch fehlten mir die Emotionen. Bei mir vertiefte sich der Eindruck, er liest die Geschichte gekünstelt, teilweise übertrieben. Dass es natürlich nicht einfach ist solch eine Figur während des Lesens für Jedermann optimal darzustellen, ist mir durchaus bewusst, aber ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. 
Das ist ja auch nur meine Meinung und subjektiv zu bewerten, denn jeder hat hier andere Vorlieben und Ansprüche. Andere Hörer sind vielleicht begeistert. Ich hätte mir in diesem Fall allerdings gewünscht, das Buch gelesen zu haben.

Fazit:
Eine sozialkritische Geschichte mit vielen Aspekten, die zum Nachdenken anregen.
Glaubwürdige Charaktere, die zu keiner Zeit übertrieben oder klischeehaft handeln. 


Bewertung

Donnerstag, 22. August 2013

TTT 128


Aktion von Alice im Bücherland

Hallo und guten Morgen,
nachdem der "TTT" nun 2 Wochen im Urlaub war, geht es heute munter mit dem U weiter. Zusammen bekommen habe ich zwar 10 Bücher, aber ich musste auch wieder ziemlich tief graben :-)
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr Freunde vom U oder eher nicht?





  • Und keiner wird dich kennen - Katja Brandis
  • Unsichtbare Blicke - Frank M. Reifenberg
  • Ueber mir der Himmel - Jandy Nelson
  • Und im Zweifel für dich selbst - Elisabeth Rank
  • Unter dem Safranmond - Nicole C. Vosseler
  • Unkonzentriert? - Walter Eichlseder
  • Ueber den grünen Klee geküsst - Jana Seidel
  • Und Nachts die Angst - Carla Norton
  • Udo Lindenberg - Ulrich Hoppe
  • Und Dinosaurier gibt es doch - Willis Hall


Das waren mein U Bücher. Wie es nächste Woche mit dem V aussehen wird, weiß ich noch nicht. Eigentlich fängt ja viel mit Vom oder Von an, aber das kann auch täuschen.
Liebe Grüße
MacBaylie

Mittwoch, 21. August 2013

Der Geschmack von Sommerregen - Julie Leuze




Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Egmont INK; Auflage: 1 (11. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960629
ISBN-13: 978-3863960629
Empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Preis: 14,99 €

Leseprobe

Eine farbenfrohe Liebeserklärung

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Sophie ist ziemlich verwirrt. Ihre Empfindungen nimmt sie anhand vieler verschiedener Farben und Nuancen wahr. Sie nennt das „ihren inneren Monitor“, darf aber mit niemandem darüber sprechen, denn ihre Großmutter hatte diese Farben ebenfalls in sich und ist letztendlich deswegen in der Psychiatrie gelandet. 
Als Sophie sich Hals über Kopf in Mattis, den neuen Mitschüler verliebt, erlebt sie eine wahre Farbexplosion und es fällt ihr immer schwerer sich zu verstellen, damit niemand ihre Andersartigkeit bemerkt. Besonders bei Mattis, der scheinbar ebenfalls ein Geheimnis hütet, will sie sich auch nicht verstellen. Sie möchte nicht, dass er sich in eine „falsche“ Person verliebt. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als diesem unsäglichen Familiengeheimnis, über das ihre Eltern sich in beharrliches Schweigen hüllen, auf den Grund zu gehen.

Meine Meinung:
Beim ersten Blick auf Titel und Cover, erwartet man vielleicht eine typische Liebesgeschichte, wie man sie schon hundertfach zu lesen bekommen hat. Das ist aber ein Trugschluss. Diese Geschichte hebt sich in vielen, farbenfrohen Dingen von anderen ab.
Den Anfang fand ich zugegebenermaßen etwas befremdlich, aber ich denke, das ist ganz normal, wenn man nicht wie Sophie, innerlich von dieser unglaublichen Farbwelt erfüllt ist, oder sich im Vorfeld über dieses Phänomen informiert hat.
Ich konnte mich aber sehr schnell in diese Farbenpracht hineindenken, denn die Autorin beschreibt alles unglaublich gefühlvoll und verständlich.
Anhand dieser bunten Empfindungen kann ich auch durchaus damit leben und sogar verstehen, dass Sophie sich Hals über Kopf in einen Jungen verliebt, den sie vielleicht erst ein oder zweimal gesehen hat. Wenn man beim Anblick eines Menschen einen derartigen Farbenflash erlebt, ist es doch noch viel intensiver. Denke ich jedenfalls.
Sophie war mir auf anhieb sympathisch. 

Dass ihre Eltern ihr diese wunderbare und bunte Welt unbedingt ausreden wollten, fand ich wirklich traurig. Einerseits konnte ich Sophies Mutter verstehen, denn sie hat wohl schlimme Erinnerungen, die ebenfalls mit dieser „Krankheit“, wie sie es nennt, zu tun haben, aber andererseits würde ich mir wünschen, dass Eltern sich informieren, bevor sie ihren Kindern solchen Unsinn einreden, der sie erst wirklich krank macht. 

--- “Es ist unmöglich, an die Geheimnisse meiner Familie zu rühren, ohne eine Lawine loszutreten. Eine Lawine, von der ich nicht weiß, wen sie unter sich begraben wird.“ --- (Zitat: S. 129)

Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen, denn Themen wie Mobbing, Andersartigkeit, Liebe, Familienprobleme und Sex sind doch genau die Sachen, die Jugendliche täglich umgeben, sie berühren und mit denen sie sich identifizieren können. 

---“ Trotzdem schäme ich mich in Grund und Boden. Weil Mattis gehört hat, was Vivian gesagt hat,, und weil er spätestens jetzt begreifen wird, dass wir im Universum der Beliebtheit auf völlig unterschiedlichen Planeten wohnen.“ ---(Zitat: S. 138)

Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob die Sexszenen vielleicht ein bisschen zu ausführlich oder zu detailreich ausgefallen sind. Ich würde das jedoch nicht sagen. Ich denke jedes 14-jährige Mädchen (das Buch ist ab 14 Jahre) wird sich schon Gedanken über Sex machen, das heißt ja nicht, dass sie auch unbedingt schon welchen haben will, aber die Fantasien und Gedanken sind auf jeden Fall da. Deshalb finde ich es schön, dass diese Neugier hier einfühlsam befriedigt werden kann, ohne ins Vulgäre oder Pornographische abzudriften.

Fazit:
Ein tolles Jugendbuch. Einfühlsam, interessant und farbenprächtig. Eine Geschichte die bewegt, aufklärt, und Hoffnungen den Weg ebnet.
Lesenswert auch für ältere Leser, die sich selber an ihre Pubertät erinnern und damit keine Probleme haben oder zumindest Verständnis für „gefühlschaotische“ Jugendliche aufbringen können. 


Bewertung

Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde bei Leser-Welt gelesen. Vielen Dank für die schöne Runde und ein Danke an EGMONT INK für das Leseexemplar.


Freitag, 16. August 2013

Special - Antonia Michaelis - Tag 3 - "Verkehrtrum" + Gewinnspiel






Willkommen zu Teil 3 meines Specals
Der heutige Titel lautet
"Verkehrtrum"

Was es mit diesem Titel auf sich hat? 
Dem aufmerksamen Leser wird sicher klar sein, was jetzt kommt.


Fragen von Antonia Michaelis an Becky und mich :-)
  

Viel Spaß!


1. Was ist dein erster Gedanke, wenn du einen Bettler siehst? Und was tust du dann?

Puh, gleich als erstes solch eine Frage. 
Ehrlich gesagt ist dieser erste Gedanke ein heilloses Durcheinander. Ein Mischmasch aus Mitleid, Hilflosigkeit, Unverständnis, Traurigkeit und Ärger ...
Diese Gefühle verzwirbeln sich blöderweise in unendlich vielen Konstellationen und sind wahrscheinlich so vielfältig wie es die Gründe derer sind, die sich gezwungenermaßen, freiwillig oder warum auch immer, für ein Leben auf der Straße "entscheiden".

Was ich dann tue? Diese Frage kann ich leider auch nicht pauschal beantworten - das ist irgendwie immer situationsabhängig. Manchmal gebe ich was, manchmal auch nicht, und ich kann nicht mal sagen, warum ich mich einmal dafür und beim nächsten Mal dagegen entscheide. Ich denke, da gibt es unterbewusste Schlüsselreize, die das steuern.


In aller Ehrlichkeit: Ich verhalte mich wahrscheinlich seltsam. In den meisten Fällen fühle ich mich hilflos und überfordert. 
Oft wenn ich von einem „Bettler“ angesprochen werde und kurz zögere, kommt ein: „Ich habe doch so einen Hunger“ hinterher. Ich biete dann immer an etwas zu Essen für denjenigen zu kaufen, aber das wird dann komischerweise schnell abgelehnt und die Person neben mir wird angesprochen. 
90 % der Menschen, die mich auf der Straße nach Geld gefragt haben, waren betrunken und wahrscheinlich hatte jeder von ihnen ein Alkoholproblem. Tue ich wirklich irgendwem einen Gefallen damit diese Sucht zu unterstützen, indem ich mein Geld abgebe und derjenige sich billigen Fusel davon kauft? Essen und (nicht alkoholische) Getränke hat mir bisher noch nie jemand abgenommen… 
Ich bin mir schon länger darüber im Klaren, dass kaum jemand „freiwillig“ obdachlos wird; so was hat immer einen Hintergrund und jemand, der aus einer „intakten Familie“ kommt, kann das alles vielleicht erstmal nicht sonderlich gut nachvollziehen. Ich kenne nun aber mindestens einen Menschen, der heute auch einer von den „Bettlern“ sein könnte - nun ist das aber nicht passiert und ich denke oft über die Gründe dafür nach. 



2. Welche Person aus dem Buch hättest Du gerne kennengelernt und welche ganz bestimmt überhaupt nicht?

Eigentlich hätte ich alle Figuren gerne kennen gelernt. Auch die, die am Ende nicht so gut wegkommen. Ich möchte einfach immer wissen, warum jemand so handelt wie er es tut. Möchte es einfach verstehen. Das heißt natürlich nicht, dass ich irgendwelche Schandtaten dann gutheißen kann, nur weil ich eventuell den dafür Grund kenne. Aber vielleicht ein bisschen besser verstehen und ganz vielleicht kann man irgendwann mal etwas ähnliches verhindern, wenn ... 
... okay, lassen wir das. Das artet aus.

Sehr gerne hätte ich "Den Jungen zwischen den Zeilen" näher kennen gelernt.
Er vereint etwas Traurig-Melancholisches und hat dennoch etwas Durchdringendes etwas Bestimmtes. 

Beim Paradies würde ich Claas gerne mal unter die Lupe nehmen. Ich denke, hinter seiner Fassade steckt noch viel, viel mehr. Ich fürchte nur, dass er das selber nicht so ganz weiß.



Nashville:
Am liebsten hätte ich Nashville kennengelernt. Ich hätte mich gerne um ihn gekümmert; da überkommt mich das Helfersyndrom und was Kinder angeht bin ich sowieso sehr sensibel.
Ich könnte gerne darauf verzichten Julietta kennen zu lernen. Von ihrer Sorte gibt es etliche Frauen auf der Straße und jedes mal erntet man sich einen blöden Blick, weil man nicht braungebrannt und perfekt gestylt aus dem Haus geht. Auf Oberflächlichkeit und Boshaftigkeit kann ich zu gerne verzichten.

Paradies:
Da fällt mir die Wahl ziemlich schwer… wen ich nicht unbedingt kennen lernen wollen würde, wäre aber Claas. Irgendwie war er mir im Verlauf der ganzen Geschichte unsympathisch.




3. An welchem Ort aus dem Buch wärst Du gerne mal gewesen?

Im Haus Nummer drei wäre ich gerne mal dabei gewesen und den Garten, den "Der Junge zwischen den Zeilen" Svenja gezeigt hat, würde ich auch gerne sehen. :-)

Beim Paradies würde ich gerne Rosekasts Haus sehen :-)



Nashville:
Die Roßwiesen klingen toll. Die Stelle an der Friedel und Nashville die Drachen steigen lassen und Svenja die Blumenkette macht ist auch eine von meinen Lieblingsstellen. Alles wirkt harmonisch und so voller Hoffnung. Das erinnert mich an David und sein Paradies.

Paradies:
Idealer Weise hätte ich den Wald gewählt, aber zugegeben  machen mir Wälder Angst. Das ist eigentlich etwas ganz schreckliches, weil Wälder der Inbegriff von Natur sind, aber ich muss dort immer an verbuddelte Leichen und zwielichtige Gestalten denken. Ich hätte mir lieber das alte Pfarrhaus angeguckt. Außerdem könnte ich da mal einen Blick auf Lovis graue Kästchen werfen, wenn sie sie nicht schon alle vernichtet hat.



4. An welcher Stelle im Buch hättest Du gerne eingegriffen und etwas geändert?

Das lässt sich schwer beantworten. In Anbetracht der Folgen, am liebsten schon in der Kindheit gewisser Personen, dann wäre vielleicht alles anders gekommen. Es hätte aber auch keine Bücher gegeben. ;-)
Ich liebe die Bücher ja genau so wie sie sind - da kann und darf man gar nichts ändern.
Im wahren Leben würde das wohl anders aussehen, aber wie und ob ich da was ändern könnte, kann ich so leider nicht beantworten. Kommt ja auch immer darauf an in welcher Beziehung man zu den Personen steht und was und wie viel man von allem mitbekommt.


Nashville:

An erster Stelle fallen mir natürlich die Morde ein, aber hätte ich daran etwas ändern können? Ich fürchte nicht…

Paradies:
Spätestens als Lovis wusste, dass Lotta mit David an der Werkstatt gearbeitet hat, habe ich mich gewundert warum sie nicht öfter den Kontakt zu Lotta gesucht hat. Lotta tat mir oft leid, obwohl ich sicher bin, dass sie es nicht mögen würde bemitleidet zu werden, aber gleichzeitig glaube ich, dass es sowohl Lovis als auch Lotta gut getan hätte sich „zusammen zu tun“. 



5. Was war Deine Lieblingsszene?

Da gab es mit Sicherheit sehr viele - hier muss ich aufpassen nicht zu viel zu verraten :-)
Bei Nashville mochte ich z.B die Szene als Svenja wegen der Renovierung aus ihrer Wohnung raus sollte und Nashville angeboten hat, auf der Straße Akkordeon zu spielen, um Geld zu verdienen.

Beim Paradies ist mir neben vielen anderen Szenen ein Eintrag aus Davids Werkstattbericht in besonderer Erinnerung geblieben *schnell raussuchen*: 
---Lovis ruft zum Abendessen. Claas ist noch nicht da. Wenn wir warten, bis er kommt, sagt Lovis immer, versteinert das Essen. Das ist schade. Ich würde gerne manchmal versteinertes Essen essen und mit Claas reden.---
Das finde ich traurig-schön. 


Nashville:
Ich mag die Szene, in der Svenja und Nashville sich zum ersten Mal treffen sehr gerne. Beim ersten Lesen wusste ich noch überhaupt nicht worauf das ganze hinausläuft und die Vorstellung, dass eine 18-jährige Studentin ein Kind im Küchenschrank hat, fand ich irgendwie amüsant - ja, der Start war sorglos…

Paradies:
Meine „Lieblingsszene“ aus „Paradies für alle“ ist keine klassische Lieblingsszene, aber ganz besonders fest verankert hat sich die Stelle als klar wurde, was Davids Intention war und warum er auf der Autobahn gelandet ist. Natürlich kann ich hier nicht zu viel verraten, aber diese kindliche Naivität und Großherzigkeit hat mir die Tränen in Strömen fließen lassen.




6. Was denkst Du über das Ende?

Das Ende fand ich total klasse.
Zwar war mir ziemlich früh klar, wer die Morde begangen hat, aber das warum, alles was drum rum passiert ist und wie sich alles entwickelt hat und dann ... 
steht man im ersten Moment ziemlich leer da und im zweiten Moment  rast die ganze Geschichte noch mal als Film durch den Kopf. Dann kann man das Buch zwar zuschlagen, aber die Gedanken um die Geschichte hat man damit noch lange nicht abgeschaltet. Und das ist auch gut so.


In beiden Büchern habe ich schon etwas ähnliches geahnt, aber ich habe mir verzweifelt gewünscht, dass doch alles irgendwie gut ausgeht. Ich bin generell eher kein Fan von klassischen „Happy-Ends“ aber jedes Antonia Michaelis Buch lässt mich mit gebrochenem Herzen zurück… vielen Dank dafür, Frau Michaelis; ich hoffe Sie kenne einen guten Arzt! ;)
Wer der Mörder in „Nashville oder Das Wolfsspiel“ war, hat mich aber doch überrascht. Ich habe im Verlauf der Geschichte jeden irgendwann mal verdächtigt.


7. Zu Nashville: Noch niemand hat irgendetwas über Juliettas Geburtstag geschrieben, obwohl das für mich eine Schlüsselszene ist. Wie hättest Du Dich verhalten, wenn Du bei diesem Gartenfest als Gast dabei gewesen wärest?

Ich wäre wahrscheinlich gar nicht erst dort hingegangen, aber so wirklich freiwillig war Svenja ja auch nicht dort und ich war froh, als sie von ... abgeholt wurde.
Diese Gesellschaft hat so viel eigenlöblichen Dunst und ärmliche Überheblichkeit versprüht, dass  Svenja zeitweise benebelt war und ihre Gedanken verloren hat. Wenigstens hat sie die Absichten von Julietta durchschaut. Obwohl ich gestehen muss, dass Julietta mir auch ein bisschen leid tat, weil ich denke, dass sie irgendwann zu viel von diesem giftigen Dunst abbekommen haben muss und vielleicht nicht mehr die Kraft hatte, sich rechtzeitig aus diesem Käfig zu befreien.


Wäre man als Gast nicht gleichzeitig einer von Juliettas perfekter Entourage? Ich möchte mir das mal lieber nicht vorstellen. 
Der Gedanke daran als eine zweite Svenja Gast dieser Feier zu sein ist aber auch äußerst unangenehm. Ich wünschte ich könnte sagen, dass ich diesen oberflächlichen Puppenmenschen mal gehörig die Meinung geigen würde… ehrlich gesagt fehlt mir dazu aber eine gute Portion Schlagfertigkeit und Mut. 



8. Zu David: Machst Du manchmal auch Listen?

Ich hatte öfters mal Phasen in denen ich meinte , mir etwas aufschreiben zu müssen, aber irgendwie scheint das nicht meins zu sein. Dann schrieb ich Zettelchen, die seltsamerweise verschwanden. Dann habe auch schon mehrere Heftchen angefangen, in der Hoffnung, dass diese einen stärkeren "Zusammenhalt" bewirken würden, aber auch die sind irgendwann ziemlich verwaist verschwunden und wenn sie dann nach Ewigkeiten wieder auftauchten, stellte ich fest: Was ich nicht sowieso im Kopf behalten hatte, war auch nicht so wichtig.
Manche Dinge schreibe ich also hin und wieder auf Zettel und lasse zu, dass sie verschwinden. :-) Hm...

Nein. Ich wünschte ich wäre ein so organisierter Mensch. Die einzigen Listen, die ich schreibe sind Einkaufszettel, aber die vergesse ich dann meistens eh zu Hause.





9. Was denkst Du über die Beziehung zwischen Svenja und Nashville / Lovis-Thorsten Samstag?
Diese Antworten lesen besser nur diejenigen, die die Bücher schon kennen!!!

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Spoiler "ein"

Bei Svenja und Nashville wechselt es immer ein bisschen. Teilweise erschienen sie wie Bruder und Schwester (Svenja überlegte ja auch kurz, was wäre, wenn ihre Mutter noch ein Kind gehabt hätte) und manchmal hätte sie gedanklich auch seine Mutter sein können (vom Alter her natürlich nicht) ... oder eine Freundin. Sie haben eine Menge miteinanader erlebt und sowas schweißt natürlich zusammen. Ob man da von Zuneigung, Liebe oder einfach nur Freundschaft redet ist eigentlich egal. Das sind meiner Meinung nach Worte, die jeder in jeder Situation anders interpretiert. Und nachdem Svenja lange auf der Suche nach ihrem Mr. Right war und anhand ihrer "Erfahrungen" festgestellt hat, dass diese Suche nichts mit Sex oder so zu tun hat, hat es mich nicht gewundert, das ihr der Gedanke: 'wenn Nashville 8 oder 10 Jahre älter wäre ...' durch den Kopf ging.

Mit Claas, ihrem Mann, konnte oder wollte Lovis nicht immer reden und je mehr beide sich bemühten, umso mehr wurden sie auseinander getrieben. 
Da kam Thorsten Samstag gerade recht. Er war immer da und hat ihr Mut und Hoffnung zugesprochen, ihr vielleicht auch öfters das gesagt, was sie hören wollte. Das war in diesem Moment genau das, was Lovis brauchte.


Svenja und Nashville habe ich von Anfang an in die Geschwister-Schublade gesteckt, warum auch immer. Ich habe das Gefühl, dass Nashville Svenja nicht wirklich auf „diese Weise“ liebt, sondern eher einfach als die Person, die für ihn sorgt und auf ihn aufpasst. Manchmal kann man die Bestätigung, die man durch Aufmerksamkeit und Fürsorge eines Menschen bekommt mit Zuneigung verwechseln und so habe ich das auch bei Nashville empfunden.

Was Lovis und Thorsten Samstag angeht, glaube ich, dass Lovis aus lauter Verzweiflung die Flucht gesucht hat. Weil sie bei David sein wollte, konnte sie aber nicht „physisch“ weglaufen, weswegen sie es auf einer geistigen Ebene getan hat. Lovis brauchte jemandem, den sie schuldig sprechen konnte und das war eine Zeit lang Claas. Thorsten Samstag war da fast ein Held für sie; er kümmerte sich um David und half ihn am Leben zu lassen, währen Claas sich um andere (fremde) Menschen kümmerte (so empfand Lovis das jedenfalls, denke ich).



Spoiler "aus"

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Ende und Gewinnspiel



Damit endet das 3 Tage-Special schon wieder und es hat sehr viel Spaß gemacht, all diese Beiträge zu erstellen.
Es gab eine ganze Menge zu Lesen, anzuschauen und anzuhören :-)

Ich hoffe, wir konnten Euch ein bisschen für diese wunderbaren Bücher begeistern.

Wer auf den Geschmack gekommen ist darf sich gerne am Gewinnspiel beteiligen. Ich verlose je 1 signiertes Buch "Nashville oder das Wolfsspiel" und 1 signiertes Buch von "Paradies für alle" unter all denen, die mir folgende 2 Fragen beantworten:

1. Per Kommentar: Was ist dein erster Gedanke, wenn du einen Bettler siehst? Und was tust du dann?

Und 
(Die zweite Antwort bitte nur per Mail und nicht im Kommentarfeld beantworten)

2. Per Mail :(kfmail (at) gmx.de: 
Wie groß ist der Küchentisch von Antonia Michaelis, an dem sie morgens schreibt? (Die Antwort findet ihr im Interview)

Schickt mir den Kommentar und  die Antwort bitte bis spätestens 
Sonntag den 25.08.2013
Achtet bitte darauf, dass ich euch anhand eures Namens auch identifizieren kann :-) Diejenigen, die ganz sicher gehen wollen, können auch gerne schon Namen und Anschrift angeben. Die Daten werden nur für's Gewinnspiel genutzt. 

Teilnehmen dürfen alle ab 16 Jahre (Bei unter 18-jährigen, bitte mit Einverständnis der Eltern)

Ich verschicke die Bücher per Büchersendung und übernehme keine Haftung, falls auf dem Postweg was verloren geht. 














Donnerstag, 15. August 2013

Antonia Michaelis - Special Tag 2 "Richtigrum"





Hallo liebe Leser,

weiter geht es mit "Richtigrum" :-)



Ich habe Antonia Michaelis einige Fragen gestellt, die sie freundlicherweise sehr ausführlich beantwortet hat. Dafür, liebe Antonia, und für die Bereitstellung der Fotos und des übrigen Materials ein recht herzliches Dankeschön.
Diese Antworten eröffnen noch mal einen ganz anderen Blickwinkel auf beide Geschichten und wer Antonia Michaelis' Bücher kennt, weiß, dass sie eine Meisterin im Beleuchten verschiedener Blickwinkel und Perspektiven ist. Aber lest selbst. Viel Spaß!!!



Interview: "Richtigrum"

1. Nachdem in "Ein Paradies für alle" der kleine David eine eher "passive" Hauptrolle spielt, kommt Nashville in vollem Umfang zum Zuge. Obwohl beide Jungs im Grunde völlig verschieden sind, haben sie meiner Ansicht aber auch viel gemeinsam. Siehst Du das auch so? Oder hat Dich vielleicht sogar einer der beiden inspiriert über den anderen zu schreiben?

Findest Du David passiv? In den Phasen seines Berichts, in denen wir die Welt durch seine Augen sehen, ist er doch ziemlich aktiv, oder? Ich meine, was kann aktiver sein, als heimlich 15 Kühe zu befreien und Portemonnaies in einem Gutshaus am Waldrand zu klauen, um das Geld für gute Zwecke einzusetzen? Was kann aktiver sein als Davids Verzweiflung darüber, dass er letztendlich doch nicht alle Menschen retten kann?
Natürlich lesen wir den Bericht wiederum mit den Augen seiner Mutter.
David ist völlig offen, der Leser lebt quasi in seiner Gedankenwelt.
Durch Nashvilles Augen hingegen blicken wir NIE. Wir sehen ihn, obwohl er viele Dinge tut, nur von außen, er bleibt letztendlich eine Black Box, ein Geheimnis, über das wir nie alles erfahren werden.
David wächst in einem behüteten Elternhaus der oberen Bildungsschicht auf, Nashville auf der Straße ...

David: Das wird ein Paradies für alle


Die Gemeinsamkeit der beiden Jungen ist vielleicht ihre Zerrissenheit zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, eine Zerrissenheit, die beide zu früh erreicht: Der eine, David, ist zwar sehr kindlich und naiv, aber zu intelligent für sein Alter. Er beschäftigt sich mit den großen philosophischen Themen der Menschheit, liest abstrakte Bücher, versteht vieles in seiner Kindlichkeit falsch und scheitert (vielleicht) in seinem Versuch, die Welt zu retten.
Nashville: Manche Erinnerungen liegen in der Musik


Der andere, Nashville, ist alles andere als naiv; ist zu früh erwachsen geworden durch das, was er erlebt hat. Seine Gedanken sind wenig abstrakt, und in seinem Fall scheitert die Welt daran, IHN zu retten.

Beide Jungen beschäftigen sich auf ihre Weise mit Philosophie.
David rein abstrakt und darin, dass er seltsame logische Schlüsse zieht, zum Beispiel den, das Hitler ein Huhn war.
Nashvilles Philosophie ist ganz konkret. Wenn er etwas tut oder sagt, dann ergibt sich das einfach so, ohne dass er lange vorher darüber nachdenkt. Das Kopfstehen zum Beispiel, das einen dazu bringt, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen – ist das überhaupt Philosophie, oder ist die Philosophie nur etwas, das wir als Erwachsene hineininterpretieren?

Ob mich der eine Junge inspiriert hat, über den anderen zu schreiben?
Ich glaube, nicht. Sie sind ja auch nicht gleich alt.
Das Dumme ist, wenn man so viel schreibt wie ich, dann gehen einem irgendwann die Personen und die Personen-Konstellationen aus. Man kann, wenn man über ein Kind schreibt, immer nur einen Jungen ODER ein Mädchen nehmen, es gibt einfach blöder Weise kein drittes Geschlecht.

Davids Freundin Lotta




Und kleine Mädchen hatten wir ja davor gerade in der Nachtigall. Außerdem spielt ja Lotta eigentlich eine Hauptrolle in „Paradies für alle“.

Dass David und Nashville beide „kleine Jungen“ sind, liegt also schlichtweg am Mangel an Alternativen.

Dazu kommt etwas Seltsames, das ich schlecht erklären kann: Natürlich ist der Aufbau meiner Geschichten durchkonstruiert. Aber die Geschichten an sich sind es nicht.
Jemand kommt und erzählt mir seine Geschichte, sagt: Das und das habe ich erlebt, schreib das mal auf. Und was mir erzählt wird, kann ich nicht ändern – auch die Personen nicht.
Da kam also David zu mir, es war auf einem Spaziergang mit unserem neugeborenen Baby, im Frühlingswald, und er sagte: Hör mal, ich wollte die Welt retten, und es endete auf der Autobahn, und das kam so und so. 
Und Nashville kam zu mir, das war, glaube ich, nachts, und sagte: Also, ich weiß ja nicht, ob es Dich interessiert, aber dies ist meine Geschichte … und die von Svenja, natürlich …
Das klingt jetzt total abgefahren und verrückt, aber die Leute kommen wirklich zu mir. Nicht in der Realität, auf einer anderen Ebene. Deshalb kann ich zum Beispiel auch politisch inkorrekte Dinge nicht ändern. Ich hätte die Bootshausszene im Märchenerzähler nicht ändern können, denn Abel hat sie mir so erzählt. Ich kann die Tatsache nicht ändern, dass Nashville Svenja liebt, denn das hat er gesagt. Na und so weiter.





(Alle, die es zu einem Sport gemacht haben, meine Bücher zu zerreißen und für moralisch verwerflich zu erklären, werden den obigen Absatz LIEBEN. Jetzt ist sie total verrückt geworden … wahr, wahr.)


2. Wo nimmst Du generell Deine Ideen her? Besser gesagt - Ideen hat man bisweilen ja viele, aber wie setzt Du diese dann um?

Oh, äh, das habe ich jetzt oben schon beantwortet. Alle Autoren lieben ja die Frage, woher sie ihre Ideen nehmen. Ich schlage meistens vor, den Kopf aufzusägen und nachzugucken, das geht aber meistens nicht gut aus. Mit Ideen kennen sich die Hirnforscher wohl besser aus, ich sage nur: Eins-Null-Verschaltungen, Purkiye-Zellen, Synapsen.
Wie setze ich die Ideen um?
Wie beschrieben, habe ich eine grobe Geschichte im Kopf, die die Protagonisten mir erzählen, ein bisschen ist es auch wie ein Filmtrailer, und ich denke dann: Das Buch würde ich gerne lesen, klingt spannend – aber leider gibt es das Buch ja nicht, ich muss es schreiben. Dann fange ich an, Pläne zu machen und zu konstruieren, und dann klingt es irgendwann überhaupt nicht mehr spannend, sondern langweilig und schlecht, und ich gebe fast auf. Fange dann aber irgendwann doch an zu schreiben und ändere alle Pläne wieder.
Dann schreibe ich. Ein viiiiiiiiiel zu langes Buch. Das liest meine Lektorin, sagt in etwa hm-hm-hm, und dann kürze ich das ganze um 50 %. (Und dann kommen die Kritiker und sagen, das ist ja ganz nett, aber viiiiiiiel zu lang …. Andere sagen: Das verstehe ich nicht, das und das fehlt da, und ich muss gestehen: Ja, es fehlt. Das stand im Original. Da war es ausführlicher erklärt.)


3. Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Hast Du da feste Rituale oder schreibst du überwiegend intuitiv? (Wobei das eine das andere ja nicht zwangsläufig ausschließen muss).

Auch das Signieren von Büchern gehört dazu
Gerade in diesem Moment sitze ich am Küchentisch, der ungefähr so groß wie ein Fußballfeld ist. Naja, Tischfußball. Dort schreibe ich ganz intuitiv von 9 bis 13.30, denn in dieser Zeit sind unsere Kinder im Kindergarten. Dann gibt es, im Gegensatz zum Schreiballtag, noch die Schreiballnacht, die dann beginnt, wenn die Kinder im Bett sind, falls mein Mann Nachtdienst in der Klinik hat, was er gefühlter Weise immer hat.

4. Was macht für Dich den größten Unterschied zwischen Jugendbuch und Erwachsenenbuch aus? Und fällt Dir vielleicht eines von beiden, vom Schreiben her, leichter?

Erwachsenenbuch ist einfacher. Man kann einfach schreiben, was man schreiben möchte, und zwar so lang, wie man möchte. Man kann drei Seiten lang eine Ameise beschreiben (und das, was sie denkt), und das ist dann Literatur.
DACHTE ich.
Leider lag ich vollkommen falsch. Auch in der „echten“ Belletristik wird gekürzt, wird um jeden Satz verhandelt, muss alles niet und nagel und verständnisfest sein, sind Experimente ungern gesehen. Die Einteilung in „Jugendbuch – Erwachsenenbuch“ ist aber ohnehin eine sehr willkürliche und sehr momentane. Wer weiß, wie das in zwanzig Jahre aussieht? Früher las man ab 16 einfach die Bücher der Erwachsenen, heute gibt es Crossover für 16 bis 18, das lesen aber AUCH die Erwachsenen, und das alles sind markttechnische Diskussionen, die mich als Geschichtenerzähler eigentlich überhaupt nicht interessieren. Trotzdem muss ich mich an Spielregeln halten. Die Protagonisten im Jugendbuch dürfen maximal 19 sein, die im Erwachsenenbuch müssen aber über 25 sein, am besten über 30, sonst klingt es ja so nach Jugendbuch. Es ist also ausgeschlossen, über Menschen zwischen 19 und 25 in Hauptrollen zu schreiben, wird mir gesagt. Äh …. aaaha.


Da hilft auch ein Kopfstand nicht.





Ein Studentenroman ist somit eine Unmöglichkeit in sich. Deshalb erscheint also etwas wie Nashville im Jugendbuch, und sofort gellt ein Aufschrei durchs Internet: Also das mit dem Sex und den Drogen und so, das geht ja gar nicht für Leute ab 14. Ja. Das Buch ist ja auch ab 16. Siehe meine Homepage. Und eigentlich ist es ein Buch für Studenten.

5. In beiden Büchern spielt "Medizin" eine nicht unwesentliche Rolle. Da ich weiß, dass Du selber mal Medizin studiert hast, kommt natürlich die Frage auf: In wie weit haben Dich hier eigene Erfahrungen inspiriert?

Hihi. Sehr. Ein bisschen rechne ich in dem Buch ja mit den sadistischen Profs ab, mit der Sinnlosigkeit des reinen Auswendiglernens und auch mit meinen netten Kommilitonen. Das Lustige ist, dass genau solche Leute jetzt das Buch lesen. Natürlich hätten die Nashville alle schnellstmöglich irgendwo abgegeben – und ja, sicher wäre das besser gewesen.
Oder?
Ich war sehr selten in Vorlesungen. Wenn ich da war, kam ich zu spät, musste mich umständlich erst aus fünf verschiedenen Schichten von zu bunten Kleidungsstücken quälen und saß dann mit meiner Thermoskanne in der letzten Reihe: Ich habe immer gefroren, die Winter in Greifswald sind märchenerzählerkalt, und mein Fahrrad war meistens irgendwie kaputt. Die Jacke, die Svenja im Trailer trägt, habe ich damals getragen. Stammt aus irgendeinem nepalesischen Bergdorf, wo es auch kalt war.
Ich habe selten mit Medizinern zusammengelebt, eigentlich immer mit LaÖks, Landschaftsökologen, was dazu führte, dass ich lange Zeit in der WG vegan kochen musste, aber auch dazu, dass wir sehr lustige Partys hatten. Die Mediziner, mit denen ich befreundet war, waren Straßenschildklauer, RummitKaffeetrinker, Canabiszüchter, Weltverbesserer. 
Moralisch unhaltbar! Die „guten“ Mediziner schrieben in den Vorlesungen immer alles mit, und ja, die braven Mädchen fingen wirklich alle mit K an, ich frage mich bis heute, warum.
Ich werde nie vergessen, wie im Hörsaal unter den K-Mädchen Panik ausbrach, weil sie zum Abmalen von der Tafel KEINEN ROTEN HOLZSTIFT hatten, und die Skizze dort war doch rot! (man muss dazu sagen, dass Mediziner ohnehin alles aus Büchern lernen MÜSSEN, es erübrigt sich also, Dinge von Tafeln abzuschreiben)
Wir waren immer ein bisschen anders als die anderen Studenten, aber in Greifswald gibt es eine Menge Leute, die ein bisschen anders sind, hier trifft sich alles Andersartige von Deutschland. Es ist wie Heidelberg, nur ohne das Geld.
Mein Mann ist dann irgendwann nach Tübingen gegangen, wegen des Tropeninstituts dort, er wollte wie ich eigentlich später im Ausland arbeiten. Und in Tübingen kam ich mir völlig fehl am Platze vor, alles war so sauber, so geleckt, so Postkarte. Trotzdem gab es auch dort ein paar nette Leute, die „anders“ waren.
Ich habe nie in einem besetzten Haus gewohnt, kenne aber natürlich Leute, die das getan haben.

Später habe ich es geschafft, im PJ 5-stündige HerzOPs zu verschlafen, und zwar Haken-haltend. Was daran lag, dass ich in der Nacht vorher meistens von einer Lesereise zurückgekommen war oder nachts geschrieben hatte, ich habe immer schon mehr geschrieben als studiert. Die meisten Ärzte sagen jetzt: Ach, das ist ja tragisch, dass Sie diesen Beruf nicht ausüben! Die netten Ärzte sagen: Ach, so ein Glück, dass Sie was anderes gefunden haben, ich wünschte, ich würde auch Bücher schreiben, statt 24 Stunden in der Klinik hin und her zu rennen.
Ich selbst wäre ein miserabler Arzt geworden. Ich wollte sowieso in die Entwicklungshilfe, aber das kann man alles in meinen Lebenslauf nachlesen, Bergkrankenhäuser ohne Strom und so.

6. Du erstellst immer wunderschöne und sehr aufwändige Buchtrailer. Kannst Du ein bisschen berichten, wie diese entstehen?

Die Dinger haben eine Eigendynamik angenommen, und ich muss dringend zurück zum Einfachen. Die Misere liegt darin, dass ich eigentlich schrecklich gerne mal einen Spielfilm machen würde … aber irgendwie gewinne ich nie im Lotto. Liegt vielleicht daran, dass ich nicht spiele.
Ich suche mir meine Schauspieler hier, meistens Leute, die schon mit mir oder unter meiner Regie auf der Bühne gestanden haben, dann nerve ich meinen Kameramann so lange, bis er Zeit hat, und dann ziehen wir los und drehen. Dabei merken wir, dass nichts so geht, wie ich es vorhatte, schmeißen das Konzept wieder um und drehen neu. Inzwischen lachen wir darüber, dass wir den Anfang immer zwei mal drehen.
Für Nashville haben wir ein halbes leeres Haus umgebaut. Die Küche des Hauses Nummer drei und Svenjas Küche gibt es so nicht, sie befindet sich (befand sich) in einem leeren Pfarrhaus in einem Dorf an der Ostsee. Da wir den Neckar schlecht nachbauen konnten, mussten wir dann doch noch nach Tübingen fahren … das Schwierige an Trailern ist ja, dass jede Sekunde wichtig ist, da sie maximal zwei Minuten lang sein dürfen. Und wenn man in die Geschichte verliebt ist, möchte man natürlich alles erzählen, was nicht geht …

Mehr zu den Trailern im 2ten Teil des Specials!
Bei David hatten wir am Ende so viele schöne Zufalls-Szenen, dass wir deshalb einen zweiten Trailer gemacht haben. Bei Nashville haben wir das dann gleich so geplant, aber sinnvoll ist es natürlich nicht. Ich ende in den Trailern eigentlich immer als Leiche, werde im Wald vergraben oder an einem Baum aufgeknüpft, naja, Autoren machen gern die Drecksarbeit :-) 
Richtig schwierig ist es, legal Gewehre für Trailer zu besorgen. In der Nachtigall mussten wir den zugehörigen Jäger mit-mieten, der dann immerzu ungeduldig im Wald mit den Füßen scharrte, weil er eigentlich weiter an seinem Hochsitz bauen wollte ...

7. Ist es schon mal vorgekommen, dass Du eine Szene im Buch umschreiben musstest/wolltest, weil sich z.B. beim Drehen des Trailers herausgestellt hat, dass etwas nicht funktionieren kann?
Hätte auch eine gute Lovis abgegeben




Hihi, das wäre ein bisschen so, als würde man das Auto nach Farbe der Socken kaufen. SOOO wichtig sind die Trailer dann auch wieder nicht. Einmal habe ich zum Spaß gesagt, okay, Lovis, Davids Mutter, kriegt jetzt im Buch schnell noch kurze Haare – aber das war nicht ernst gemeint.

8. Wenn Du entscheiden dürftest, welches Deiner Bücher verfilmt werden soll, welches wäre das, und warum gerade dieses?

Puh. Alle. Keines. Es passiert sowieso nicht. Für den Märchenerzähler hatten wir soviele Angebote … und letztlich hat sich die Sache im Sande verlaufen. Ich persönlich würde gerne die Finsterbachbrücke verfilmen, das wäre ein richtig schöner Ronja-Streifen. Oder den Seeadler. Ach, nee, der heißt ja anders … wie heißt der? Die Worte der Weißen Königin, richtig. Ich möchte Filmaufnahmen davon haben, wie die Adler fliegen; von dieser Freiheit und dem Werden und Vergehen der Natur im Wald. Es wäre natürlich ein zwischenzeitlich sehr brutaler Film. Wenn ich selbst dürfte, würde ich auch gern einen Kinderfilm aus Ella Fuchs machen, eine Art Retro-Kinderfilm, ohne moderne Knallfarben, eben das Zirkusleben und Überleben. Und, ja, wenn ich könnte … natürlich würde ich das „Paradies“ gerne verfilmen. Wobei das als reiner Schauspielerfilm vielleicht gut funktionieren könnte, sehr dialoglastig, sehr skurril.

9. Welches Deiner Bücher hat Dich emotional am meisten gefordert?

Alle Jugendbücher. Ich meine, naja, der Märchenerzähler ist SO kitschig, den kann man eigentlich nicht mehr ernst nehmen, aber trotzdem … ich habe mal an Silvester nicht getanzt, weil ich wusste, dass Abel sterben würde. Sein ungläubiger Satz „Wie sie tanzen!“ stammt von dort. Und vielleicht klingt das jetzt blöd, aber das Ende von Nashville hat mich auch mitgenommen. Alle beschweren sich, dass das Ende so kurz ist, wobei ich finde, dass es durch die Kürze eigentlich grausamer wird – cut, aus, das war´s, so ein Kind interessiert keinen mehr, und machen kann man auch nichts. Bei David war ja von Anfang an klar, wie es endet, bei Nashville hatte ich zwischendurch selbst noch etwas Hoffnung. Es hätte ja gut gehen können. Ich liebe die Tanzszene am Ende des einen Trailers, diesen Traum von Svenja – was-wäre-wenn-ich-ihn-in-zehn-Jahren-wiedersehen-würde.
Ja, ich gebe es zu, ich bin anfällig für Kitsch.

10. Wie sehen Deine zukünftigen Pläne aus. Gibt es neue Buchprojekte an denen Du bereits arbeitest? 

Natürlich. Das nächste Jugendbuch ist geschrieben und erscheint nächsten Herbst bei Oetinger: November Lark.
Vorsicht, das wird noch unmoralischer! Ich glaube, ich stöpsle dann das Internet aus und lese dann keine Kritiken mehr, oder vielleicht kriege ich diesmal Drohbriefe?
Das nächste Erwachsenenbuch ist auch geschrieben, ist schon einmal überarbeitet und erscheint WAHRSCHEINLICH im Frühjahr, momentan trägt es den Namen „Friedhofskind“, aber das ändert sich sicher noch.


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Das waren doch mal richtig tolle Antworten und ein schöner Einblick in die skurrile Autorenwelt. Auf die beiden neuen Projekte freue ich mich jetzt schon :-)

Was denkt ihr? Habt ihr Neues erfahren, oder vielleicht etwas, was euch zum Nach- oder Umdenken gebracht hat? Oder fandet ihr die Antworten eher ... ?
Wie sind gespannt auf eure Antworten.



Wen dieser Beitrag jetzt super neugierig gemacht hat, kann zwischenzeitlich ... so als Überbrücken bis es hier weitergeht, auf Antonias Seite (HIER) ein wenig stöbern. Es gibt unglaublich viel zu entdecken.


Aus einem anderen Blickwinkel kann alles anders aussehen

Das heutige Interview trägt ja den 'sinnlichen' Namen "Richtigrum" 
Morgen erwartet euch dann "Verkehrtrum". 
Lasst euch überraschen und schaut wieder rein :-) (psssttt ... es gibt auch was zu Gewinnen!!!)

Nicht vergessen:

"Nashville oder das Wolfsspiel" als eBook, gibt es bis einschließlich Donnerstag (heute!!!) den 15.08.13 (ohne Gewähr) für nur 3,99 €  HIER :-)


Liebe Grüße
Becky & MacBaylie