Mittwoch, 31. Oktober 2012

Aktion - Blogg dein Buch





Hallo liebe Leser!
"Blogg dein Buch" hat wieder eine super tolle Aktion am Start.
Diesmal geht es den Hörbüchern an den Kragen :-)
Damit sie nicht länger ungehört oder in dunklen Schubladen ihr Dasein fristen müssen, sondern den wohlverdienten Sprung ins Rampenlicht schaffen, werden ab sofort auch Hörbücher bei "Blogg dein Buch" vorgestellt.
Einige Wochen wird es nun Hörbücher von verschiedenen Verlagen zu gewinnen geben und anschließend kann man sich wie auch bei den Büchern für  Hörexemplare bewerben.
Schaut euch die Beschreibung an und macht mit - ist ganz leicht :-)






Hörbuch-Premiere auf BdB
Der Einzug der Hörbücher auf Blogg dein Buch 

 Zur Premiere haben sich Blogg dein Buch und eine Reihe toller Hörbuchverlage eine super Aktion überlegt: Die BdB-Blogger können mit etwas Glück jede Woche einen Top-Titel als das Hörbuch der Woche gewinnen! Den Startschuss für die gemeinsame Aktion gibt Der Hörverlag. Mit seinem hochwertigen Hörbuch-Programm für alle Altersgruppen ist neben Lesungen, Hörspielen und Tondokumenten namhafter Autoren uvm. für jeden was dabei. Das Hörbuch der Woche ist kein geringeres als Ein Plötzlicher Todesfall“ von J.K. Rowling
Wenn auch ihr Lust habt das Hörbuch zu gewinnen, klickt euch rein unter:
http://www.bloggdeinbuch.de/event/LS93IM/bdb-wird-horbar-ein-plotzlicher-todesfall/

(Bis zum 6. November habt ihr die Chance, das Hörbuch zu gewinnen)


Postet eure liebsten Hörbuchhörorte !





Wie man an den Fotos sehen kann, bin ich der (Haus)Arbeits-Hörer.
Total gerne höre ich beim Kellerputzen. Das (Putzen) ist so bekloppt, da muss man einfach was ordentliches im Ohr haben. Da putzt es sich gleich leichter. (In Trance)






Oder bein Bügeln :-)
Da kann es auch mal etwas heiß werden.






Geschirr abwaschen ist auch prädestiniert zum Hörbuch hören. Vorausgesetzt, man hat zuvor was Leckers gekocht.


Und wenn das alles geschafft ist wird noch ein bisschen entspannt, bevor es anschließend mit einem gedruckten Buch weiter gehen kann :-)













Jetzt fehlt mir nur noch Hörbuchnachschub, dann glänzt auch die Hütte wieder. Zumal es diese Woche schon ein besonderes Schmankerl zu gewinnen gibt :-)
Euch allen einen erholsamen Feiertag oder vielleicht auch ein schönes langes Wochenende.
Liebe Grüße
MacBaylie

Der letzte Engel - Zoran Drvenkar


Der letzte Engel 01 - Zoran Drvenkar


Quelle: cbj
Teil 1 einer Reihe
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: cbj (1. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570154599
ISBN-13: 978-3570154595
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,99 €

Kurzbeschreibung:
Motte ist ein ganz normaler 16 jähriger. Eines Nachts erhält er eine seltsame E-Mail:
---sorry für die schlechte nachricht
aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein
wir wollten nur, dass du das weißt---
Wie nicht anders zu erwarten, hält er das für einen schlechten Scherz, aber dennoch beunruhigt diese Nachricht ihn auch ein bisschen und er beschließt einfach die Nacht durchzumachen und nicht zu schlafen. Was ihm sonst mühelos gelingt, ist diesmal nicht zu schaffen - er schläft ein. 
Als er gegen Mittag aufwacht, fühlt er sich zwar etwas seltsam, aber er lebt. Glaubt er jedenfalls. Bis er im Badezimmer die Flügel auf seinem Rücken sieht und feststellt, dass sein Herz nicht mehr schlägt.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht und ich war gespannt, wie es Motte nun weiter ergehen würde. Wie es zu dieser seltsamen Mail und diesem doch sehr speziellen Zustand kommen konnte.
Wenn man das Buch jedoch nach 432 Seiten beendet hat, muss man ernüchternd feststellen, dass man immer noch ziemlich im Dunkeln steht, denn dieses Buch ist der Auftakt einer Reihe (Über den Umfang konnte ich leider noch nichts finden). Im Moment könnte ich mir einen Dreiteiler vorstellen, weil mir dieses Buch hier irgendwie den Eindruck einer Einleitung vermittelt hat.
Motte, von dem ich annehmen musste, dass er die Hauptfigur ist, kommt leider nur relativ selten vor. In diesen kurzen Abschnitten gefiel er mir aber sehr gut. Er hat eine beinahe schon humorvolle Art mit seiner neuen Situation umzugehen, und schafft es sogar seinen besten Freund Lars mit ins Boot zu holen. Von den beiden hätte ich gerne noch viel mehr erfahren.
Leider haben wir uns aber größten Teils in einer doch arg verwirrenden Vergangenheit befunden, was unter anderem mit Mona, einem 10 jährigen Mädchen, zu tun hat, die eine besondere Gabe hat. Sie ist in der Lage Erinnerungen zu berühren. In ihren Passagen ist es nicht immer einfach zu erkennen, ob wir uns gerade in einer Erinnerung oder in der Gegenwart befinden.
Mir war die Geschichte ehrlich gesagt zu konfus und zu undurchsichtig, obwohl ich es eigentlich sehr gerne mag, wenn nicht gleich zu Beginn alles offensichtlich vor mir liegt. Aber hier war es mir ein bisschen zu viel des Guten.
Ständig tauchen neue Figuren auf, die Perspektiven und Schreibstile ändern sich andauernd, sodass man öfter mal zurück blättern muss, um sich zu vergewissern, dass man noch im richtigen Buch ist.
Die Idee, Engel mal auf eine andere Art und Weise entstehen zu lassen, hat mich allerdings fasziniert und ich würde zu gerne wissen, was noch alles dahinter steckt, denn bis zum jetzigen Zeitpunkt habe ich keine Ahnung, wohin uns der Autor führen möchte, was mich am Ende des Buches recht unzufrieden zurückgelassen hat.


Mein Lieblingssatz:
Die Opferfeuer würden den Himmel erhellen, der Rauch würde ihn wieder verdunkeln. 
(Seite 151)


Ziemlich geärgert habe ich mich über den nicht vorhandenen Hinweis, dass es sich bei diesem Buch um einen Mehrteiler handelt. Muss ich mir jetzt immer als Erstes die letzte Seite anschauen?

Fazit:
Auftakt einer vollkommen anderen Engelgeschichte mit besonderen Reizen. 
Meiner Meinung nach jedoch zu umständlich und undurchsichtig umgesetzt.
Natürlich ist das immer eine individuelle Einschätzung, aber ich denke dieses Buch ist eher für ältere Jugendliche und Erwachsene zu empfehlen.



Bewertung


Vielen Dank an Leser-Welt-Forum.de für die interessante Leserunde und an cbj für das Leseexemplar.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Halva, meine Süße - Ellen Alpsten


Halva, meine Süße - Ellen Alpsten
Quelle: Amazon


Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (15. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649605988
ISBN-13: 978-3649605980
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Preis: 16,95 €

Kurzbeschreibung:
Halva Mansouri ist gerade mal 8 Jahre alt, als sie gemeinsam mit ihren Eltern und dem älteren Bruder Mudi ihre Heimat Teheran verlassen muss. Bijan, ein einflussreicher Bekannter von Halvas Vater, hat den vier zur Ausreise verholfen und somit auch das Leben des Vaters gerettet, der im iranischen Gefängnis Folter und Misshandlungen ausgesetzt war.
10 Jahre später lebt die Familie glücklich und zufrieden in Augsburg. Mit einem eigenen Café haben sie sich eine neue Existenz aufgebaut. Mudi beginnt ein Jurastudium und Halva soll im nächsten Jahr ihr Abitur machen. Alle genießen die Freiheiten und Möglichkeiten, die sie in Teheran nie gehabt hätten.
Doch plötzlich ist es für Halva vorbei mit der Freiheit. Ohne jede Vorwarnung verwandelt sich ihre sonst so offene Familie in verschlossene Diktatoren, die ihr jedes Recht auf Eigenbestimmung absprechen. Sind die Briefe, die neuerdings aus Teheran bei ihnen eintreffen, der Auslöser dafür?

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich das Buch beinahe übersehen hätte, denn der Titel hat mich überhaupt nicht gereizt. Auch das Foto vom Cover im Internet konnte mich nicht wirklich locken. Nachdem ich dann aber die ein oder andere Rezension zum Buch gelesen hatte wurde ich neugierig und dachte, okay schau‘s dir halt mal an.
Nun bin ich heilfroh, dass ich mich dazu entschlossen habe dem Buch eine Chance zu geben, denn darin verbirgt sich eine absolut zauberhafte, aber auch traurige Geschichte.
Das Buch selber sieht übrigens in Wirklichkeit viel, viel schöner aus, als auf den Fotos.

Das Thema Liebe und verschiedene Kulturen ist und wird wohl auch immer aktuell bleiben.

Die Autorin hat es geschafft, mit einer beinahe unbeschreiblichen Ruhe eine absolut fesselnde, spannende und emotionsgeladene Geschichte aufzuschreiben. 
Es ist zwar nach kürzester Zeit unübersehbar, worauf alles hinauslaufen wird, aber gerade das ist es was ich unglaublich spannend und aufwühlend fand.
Außerdem hat sie diesen besonderen Ton getroffen, der einem beim Lesen eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken treibt. Irgendwann giert man nur noch nach Hoffnung für Halva und Kai, deren Geschichte einen mitten ins Mark trifft. Abwechselnd (2 Perspektiven 3. Person) dürfen wir an deren Gefühlen, deren Ängsten und den Gedanken die sie treiben, teilhaben, was nicht immer einfach ist, denn nicht nur Liebe und Hoffnung finden wir darin, sondern auch Schmerz und Verzweiflung.
Ist es möglich die kulturell bedingten Mauern einzureißen?
Zugegebenermaßen haben die beiden sich wirklich sehr schnell ineinander verliebt, aber hier kann und möchte ich das auch glauben, denn sowohl Halva als auch Kai schienen im Vorfeld schon unbewusst auf der Suche nach einander zu sein. 
Sehr gut hat mir deshalb auch gefallen, dass die beiden in ihrer ersten Verliebtheit nicht gleich übereinander hergefallen sind, dass ihre Liebe eigentlich mehr in quälender Zurückhaltung gewachsen ist.

P.s: Halva hat ihren Namen einer persischen Köstlichkeit zu verdanken. Das beste Rezept dafür kennen aber leider nur ihre Großmutter und sie selbst.


Fazit:
Eine wunderschöne aber auch dramatische Liebesgeschichte mit viel Tiefe. Gewürzt mit einer bittersüßen Prise Exotik.
Leider konnte ich noch nichts dazu finden, ob es eventuell eine Fortsetzung geben wird - ich würde mich sehr darüber freuen. 




Bewertung

Vielen Dank an:

Vielen Dank an:

Bestellt werden kann das Buch auch hier



Donnerstag, 25. Oktober 2012

TTT - London




Hallo liebe Leser,
ausnahmsweise gibt es heute mal zwei Einträge, denn heute morgen, als ich die Rezi zu "Böser Wolf" veröffentlicht habe, war mir nicht bewusst (Bewusstseinsstörung?) dass heute Donnerstag ist :-/

Aber heute ist natürlich schon wieder TTT von Alice im Bücherland
Das Thema lautet: 10 Bücher die in London spielen oder mit London zu tun haben.

Puh, das war gar nicht so einfach. Bei einigen war ich mir gar nicht mehr sicher, ob sie wirklich in London spielen und sicher sind mir einige auch gar nicht eingefallen.  Bei allen, die ich vergessen habe entschuldige ich mich vorsichtshalber schon mal ;-)
Viel Spaß in London!!!




  1. Clockwork Angel - Cassandra Clare
  2. Das Lied der Träumerin - Tanya Stewner
  3. Rubinrot - Kerstin Gier
  4. Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick - Jennifer E. Smith
  5. Die Landkarte der Zeit - Félix J. Palma
  6. London Reiseführer - Nicholson
  7. Numbers - Rachel Ward
  8. Hexendreimaldrei - Claudia Toman
  9. Erebos - Ursula Poznanski
  10. Nur 6 Tage - Philip Webb


Das Thema für Donnerstag, den 01.11.2012
10 Bücher zum Thema Frankreich

Ohjehmineeeee, ob ich so viel Frankreich zusammen bekomme? Ich fürchte mich ein bisschen davor.

Liebe Grüße
MacBaylie

Böser Wolf - Nele Neuhaus - Hörbuch


Böser Wolf - Nele Neuhaus - Hörbuch




Quelle: Audible
Hörbuch-Download
Sprecher: Oliver Siebeck
Spieldauer: 15 Stunden und 51 Minuten
Format: Hörbuch-Download
Version: Ungekürzte Ausgabe
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH
Audible.de Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ASIN: B009P82W5E

Quelle: Ullstein


Das Buch dazu erschienen:
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover (11. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3550080166
ISBN-13: 978-3550080166
Preis: 19,99 €


Kurzbeschreibung:
Der 6. Fall von Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff führt uns nach Eddersheim.
Nach einem feucht fröhlichen Fest findet ein junges Mädchen die Leiche einer etwas Gleichaltrigen am Ufer des Mains. Schnell steht fest, dass das Mädchen nicht zufällig ins Wasser gefallen ist, sondern buchstäblich auf grausame Weise entsorgt wurde.
Lange Zeit ist das K11 ratlos und die Ermittlungen laufen weitgehend ergebnislos auf Hochtouren.
Etwa zur gleichen Zeit wird die bekannte, aber nicht von allen geliebte, Fernsehmoderatorin Hanna Herzmann schwer misshandelt aufgefunden. Welcher Story war sie auf der Spur?
Gibt es womöglich einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen?


Meine Meinung:
Der Prolog wurde von Nele Neuhaus persönlich gelesen. Hm, kann sein, dass es wieder mein ganz spezielles Problem mit weiblichen Stimmen ist, aber mir hat es nicht gefallen. Betonung, Stimmfarbe und Lesegeschwindigkeit passten, meinem Empfinden nach, nicht richtig zusammen. Es wirkte künstlich, und die Aufregung die in der Stimme zu hören war, war eine andere als die, die der Texte verdient hätte. 

Mit Oliver Siebeck hat man dann aber wohl die richtige Wahl getroffen. Auch wenn er von Zeit zu Zeit mal etwas zu enthusiastisch erscheint.

Die Geschichte an sich ist absolut spannend und lässt einen nach kürzester Zeit auch nicht mehr los. Und das, obwohl eigentlich recht früh klar wird, worum es hauptsächlich geht (Die Szene kann ich hier leider nicht benennen, aber diejenigen, die das Buch gelesen haben werden wissen welche ich meine). Aber gerade diese Klarheit verursacht eine ständig bleibende Gänsehaut und nistet sich im Kopf ein, lässt einen auch dann nicht in Ruhe, wenn wiedermal ein völlig anderer Handlungsstrang an der Reihe ist.
Nele Neuhaus ist ja bekannt dafür dem Leser ganz viele verschiedene Puzzleteile vor die Füße zu werfen, diese dann noch mal ordentlich durchzumischen, um anschließend alles zu einem perfekten Bild zusammen zu fügen. Das war auch hier beim bösen Wolf nicht anders.
Bei diesem, doch sehr emotionsgeladenen und aufwühlenden, Thema hätte ich mir allerdings ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Einige Charaktere sind recht blass geblieben und ihre Hintergründe und Intentionen blieben zu sehr verborgen. 

Fazit:
Eine spannende Story, der etwas mehr Tiefe gut getan hätte. Aber dennoch sehr empfehlenswert.


Bewertung

Dienstag, 23. Oktober 2012

Kuckucksmädchen - Eva Lohmann


 Kuckucksmädchen - Eva Lohmann

Quelle: Piper Verlag




Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Piper (10. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349205546X
ISBN-13: 978-3492055468
Preis: 16,99 €



Kurzbeschreibung:
Die 30 jährige Wanda hadert mit sich, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Soll sie sich endlich binden und mit ihrem Freund Jonathan zusammenziehen und womöglich den Rest ihres Lebens mit ihm verbringen? Oder gibt es irgendwo noch eine bessere Option?
Sie beginnt das auszutesten und besucht einige ihrer Verflossenen, um nachzuschauen, ob sie sich eventuell damals schon falsch entschieden haben könnte.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir einerseits sehr gut gefallen, mich aber teilweise auch verärgert.

Der Schreibstil ist wirklich sehr schön, emotional und eindringlich, wie ich es auch schon vom Vorgängerbuch „8 Wochen verrückt“ gewohnt war.

Mit der Geschichte selber können sich sicherlich sehr viele Frauen auf irgend eine Art und Weise identifizieren. Aber warum zum Henker muss es wieder eine 30 jährige sein? 
Wer hat Frauen nur eingeredet, dass 30 ein magisches Alter ist und, dass man bis dahin entweder glücklich ist oder die Sache mit dem Glück ein für alle male vergessen kann? Wo kommt diese Panik vor dieser Jahreszahl her? 
Unter anderem vielleicht von Büchern wie diesem, in dem die Protagonistin wiedermal 30 Jahre alt ist und natürlich von einer Lebenskrise übermannt wird.
(Mag sein, dass ich vielleicht zu empfindlich bin, aber dieses ewige Geheule vor dem 30. Geburtstag nervt mich ein bisschen und ich habe keine Ahnung, wieso sich das verbreitet wie die Pest)

Natürlich macht sich, genau wie Wanda, jeder Gedanken bevor er sich bindet, oder sollte es zumindest tun, aber selber im Weg stehen sollte man sich dabei nicht. Man kann einfach nicht alles zu Tode analysieren und eine Garantie für das ewige Glück wird man auch nicht bekommen. 
Beinahe garantiert ist jedoch, dass wenn man nie eine Entscheidung trifft oder mal was riskiert, das Leben an einem vorbeiläuft und man irgendwann all diesen nicht getroffenen Entscheidungen und nicht genutzten Möglichkeiten hinterher trauert.
Zugegebener Maßen hat Wanda hier wirklich mal was riskiert - nämlich Jonathan zu verlieren. Sie klappert einige ihrer Verflossenen ab, um herauszufinden, ob sie etwas falsch gemacht oder verpasst hat. Auch, wenn ich denke, dass dieser Test so nicht wirklich funktionieren kann, und Jonathan mir ein bisschen leid tat, fand ich gut, dass sie irgendwie versucht hat sich aus ihrem Gefühlsdilemma zu befreien.

Das Einflechten der Wohnungsauflösung bei den Großeltern hat mir sehr gut gefallen. Bei solch einer Aktion bleibt es natürlich nicht aus, in die Vergangenheit abzudriften. Dass man da auf Gedankengänge kommt, die auch Wanda plagen, finde ich sehr authentisch.
Auch, dass Wanda beginnt mit ihrem Herzen Zwiesprache zu halten, finde ich sehr passend. Wobei das ja schnell mal ins Kitschige abrutschen kann, was im Kuckucksmädchen aber nicht der Fall war.

Ich möchte hier keinesfalls den Eindruck erwecken, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Ganz im Gegenteil. Mich ärgert nur, dass erneut die Panik der 29 jährigen vor dem 30. Geburtstag geschürt wird. Gerade als Frau sollte man doch darauf hinarbeiten, dass dieser Mythos endlich mal aus den Köpfen der jungen Damen verschwindet.

Fazit:
Eine tiefgründige und emotionale Herzensgeschichte mit kleinem Klischeehäubchen.   



Bewertung

Sonntag, 21. Oktober 2012

Nur 6 Tage - Philip Webb


Nur 6 Tage - Philip Webb


Quelle: Carlsen Verlag

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag 
Auflage: 1 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551520313
ISBN-13: 978-3551520319
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Preis: 16,95 €


Kurzbeschreibung:
Cass lebt mit ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder Wilbur in London. Sie überleben nur, weil sie Räumer sind. Räumer haben die Aufgabe die Stadt nach einem Artefakt zu durchsuchen, von dem sich die neuen Herrscher Londons Reichtum und das ewige Leben erhoffen.
Auf der Suche nach ihrem Bruder lernt Cass Peyto kennen. Er ist ein seltsamer Geselle und passt so gar nicht in diese Welt. Zudem taucht auch noch Erin auf. Sie und Peyto gehören zusammen, aber niemand weiß, woher sie eigentlich kommen.
Gemeinsam machen die vier sich auf um das Artefakt zu suchen, ohne zu wissen, ob es das wirklich gibt und was es damit auf sich hat.

Meine Meinung:
Irgendwie konnte das Buch mich nicht überzeugen.
Die Idee an sich fand ich gar nicht mal schlecht, aber die Umsetzung hat mir gar nicht gefallen. 
Wie die meisten Dystopien beginnt auch „Nur 6 Tage“ mit einem Krieg. Übrig bleiben die Sieger, in diesem Fall sind es „russische“ Besatzer, die sich einige Bewohner als Arbeitskräfte halten. 
In welchem Jahr wir uns befinden wird nicht erwähnt.
Damit nicht zu viele Bewohner übrig bleiben haben diese neuen Besatzer London mit Biowaffen entvölkert, damit keine Gebäude beschädigt werden und sie ungehindert nach dem Artefakt suchen können.
Im Gegensatz zu Wilbur glaubt Cass nicht wirklich an dieses Artefakt.
Als plötzlich Peyto und Erin auftauchen ändert sich das und eine wilde Jagd beginnt.

Den Schreibstil fand ich persönlich nicht schön. Man konnte zwar flüssig durch die Seiten gleiten, aber mich hat es schon gestört, dass Cass sprachlich überwiegend primitiv dargestellt wurde. Meiner Meinung hätte man durchaus ein besseres Stilmittel finden können, um ihr bisheriges, recht beschwerliches, Leben zu untermauern.
Ihrem Bruder Wilbur ging es schließlich auch nicht besser, aber bei ihm wurde auf diesen Sprachtyp verzichtet.

Dystopie mit Science Fiction zu mischen hat mir hingegen sehr gut gefallen, obwohl der Autor auch hier das Rad nicht neu erfunden hat. Einige Elemente kamen mir doch sehr bekannt vor.


Fazit:
Von der Idee her nicht schlecht, aber sprachlich hatte ich mir in jedem Fall mehr versprochen.


Bewertung

Samstag, 20. Oktober 2012

Schwarz wie Schnee - Jutta Wilke


 Schwarz wie Schnee - Jutta Wilke


Quelle: Sauerländer

Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Sauerländer
Auflage: 1 (1. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411811412
ISBN-13: 978-3411811410
Empfohlenes Alter: 15 - 17 Jahre
Preis: 14.99 €




Kurzbeschreibung:
Als die 17 jährige Kira erwacht, findet sie sich in einem Krankenhaus wieder. Obwohl, findet, nicht die richtige Wortwahl ist, denn sie hat keine Ahnung, wer sie ist. Geschweige denn, wer die Leute sind, die um sie herum stehen. Die Frau, die sich über sie beugt sagt sie sei ihre Mutter, aber Kira kann sich einfach nicht erinnern. Auch der Unfall, den sie gehabt haben soll, ist in ihrem Gedächtnis nicht zu finden. 
Eine spannende Suche nach sich selbst beginnt.

Meine Meinung:
Mit „Schwarz wie Schnee“ hat Jutta Wilke einen ausgezeichneten Jugendroman zu Papier gebracht. 
Mit einfachen Worten vermag sie eine bedrückende Tiefe in die Geschichte zu bringen, indem sie Kira als Ich-Erzählerin agieren lässt. 
Wie fühlt man sich, wenn man sich an nichts erinnern kann? Nicht an die Mutter, nicht an Freunde, nicht an Zuhause und schon gar nicht an sich selbst.
Eine solche Situation zu beschreiben ist schon eine Herausforderung, denn schnell kann man hier ins Kitschige oder Klischeehafte abrutschen. Diese Gratwanderung hat die Autorin, meiner Meinung nach, bestens gemeistert. Kira wirkte glaubwürdig und authentisch, auch, wenn sie bisweilen etwas naiv oder nervig rüberkam. Insgesamt entpuppte sie sich jedoch als ein sehr starker Charakter, der trotz dieses unglaublichen Handicaps wusste was er wollte und dafür auch einige Unannehmlichkeiten in kauf nahm.

Längen sucht man in diesem Buch vergeblich. Gut, es sind auch nur etwas über 250 Seiten, aber jede dieser Seiten wartete mit einer ganz besonderen Spannung auf, sodass ich, einmal angefangen mit lesen, gar nicht mehr aufhören wollte. 

Zwischendurch gab es immer wieder kleine Kapitel aus einer anderen Perspektive, bei denen man sich anfangs nicht erklären kann, von wem diese sind. Das erhöhte die Spannung und die Fragezeichen in meinem Kopf um noch eine weitere Stufe, obwohl der Spannungsbogen sowieso schon auf sehr hohem Level balancierte. 

Ich muss zugeben, dass ich mich mehrfach von der Autorin hab irritieren lassen. Kaum hatte ich eine Idee, wurde diese durch neue Aktionen wieder in Zweifel gezogen. Das ging ein paar mal so. Und bis ganz zum Schluss konnte ich mir nicht sicher sein, dass nicht doch noch etwas völlig unerwartetes passieren wird. Das hat mir sehr gut gefallen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, war die Art und Weise, wie die „üblichen“ Jugendprobleme in die Geschichte eingeflossen sind. 

Den Schluss hätte ich mir allerdings ein wenig ausführlicher gewünscht. Hier bin ich der Meinung, dass das Gleichgewicht nicht ganz gestimmt hat. Während der Anfang wirklich sehr ausführlich bearbeitet wurde, erschien mir der Schluss zu hastig. 

Fazit:
Eine intensive Geschichte, die den Leser mit einfachen Worten und tiefsinnigen Gedanken zu fesseln vermag.


Bewertung

Donnerstag, 18. Oktober 2012

TTT


Hallo liebe Leser,
heute ist natürlich wieder Donnerstag. (Noch) :-)
Alice im Bücherland möchte heute die 10 schönsten Messererlebnisse berichtet bekommen, weil sie selber unglücklicherweise nicht dabei sein konnte.
Leider ist es mir unmöglich eine Auswahl zu treffen, denn meine zwei Tage auf der Messe waren einfach nur toll und ich mag nichts davon missen.
Aus diesem Grunde, kann ich euch heute nur auf meine beiden Blogeinträge  dazu verweisen.
Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gerne dort vorbei schauen.


Das Thema für Donnerstag, den 25.10.2012
10 London Bücher

Liebe Grüße
MacBaylie


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Buchmesse FaM 13.10.2012






  Buchmesse Frankfurt 13.10.2012 Tag 2 von 2









Der Tag hat richtig gut angefangen. Keine lange Anfahrt, das Hotelbett im Motel One (Flughafen) war super, sodass wir wirklich gut ausgeruht und voller Tatendrang starten konnten. Das Frühstück lockte uns aber schon die erste böse Falle :-) Es war reichhaltig und sehr lecker - und alle Uhrzeiger dieser Welt schienen sich gegen uns verschworen zu haben. Beim Blick aufs Handy stellten wir fest, dass wir eigentlich in 20 Minuten am Treffpunkt von Blogg dein Buch sein sollten. Hm. Schnell rauf aufs Zimmer, Klamotten in den Koffer gestopft, ausgecheckt und rasch zum Parkplatz gespurtet. Die Schranke war jedoch unpässlich, und der Meinung gerade in diesem Moment streiken zu müssen. Vielleicht erachtete sie unser Parkticket als nicht hübsch genug? Man weiß es nicht. Jedenfalls konnten wir das gute Stück, nach einigem Hin und Her, schließlich doch noch davon überzeugen uns passieren zu lassen.
Die Fahrt verlief glücklicherweise dank Navigon problemlos.

Die Vorstellungsrunde am Stand von Blogg dein Buch und die erste Station bei dootbooks hatten wir somit leider verpasst und die Gruppe schließlich termingerecht bei Bastei Lübbe gefunden.  


Es war mächtig voll am Stand und wenn man etwas von den Erklärungen der netten, jungen Dame vom Verlag mitbekommen wollte, musste man einen Schnellkurs im Lippenlesen absolvieren :-) 
Als dann auch noch Greg zu Besuch kam, war es dahin mit der Konzentration und die Köpfe der Anwesenden (auch die der nicht Blogtourer) hüpften und wackelten in alle Richtungen, sodass auch Lippenlesen keine Option mehr war.
Der war aber so lustig - dem verzeiht man alles.
Das Grundlegende war aber, dass Bastei Lübbe im allgemeinen ganz gerne mit Bloggern zusammen arbeitet und an deren Arbeit, die natürlich auch dem Verlag zu Gute kommt, sehr interessiert ist. Der Verlag hat ja auch selber ein Forum eingerichtet, wo man sich austauschen kann und monatlich im Rahmen der Lesejury Bücher in Leserunden vorablesen kann. Außerdem werden reichlich interessante Aktionen gestartet, die auch sehr gut angenommen werden. Schaut mal vorbei.


Unser Navi : Teresa :-)

Den nächsten Halt haben wir bei Thienemann gemacht und erstmal mit unserer Gruppe den kompletten Gang in Beschlag genommen. Das war ein ganz schönes Gedränge und Gequetsche.

Die Pressesprecherin, Heinke Schöffmann, hatte es nicht leicht gegen diesen erhöhten Geräuschpegel anzukommen und doch beantwortete sie geduldig alle Fragen. Man merkte ihr aber auch an, dass sie Spaß an ihrer Arbeit hat, was vermutlich auch dem Arbeitsklima des Verlages geschuldet ist, denn nicht umsonst hat der Thienemann Verlag den "Buchkarriere Award 2012" verliehen bekommen. (was es nicht alles gibt)



In seiner inzwischen 161 jährigen Verlagsgeschichte hat der Thienemann Verlag schon zahlreiche Klassiker hervorgebracht. 
Im Moment wird z.B. der 50. Geburtstag von Räuber Hotzenplotz ganz groß gefeiert.
Seit 2000 gibt es in der Thienemann Gruppe auch einen christlich angehauchten Zweig, der vom Gabriel Verlag abgedeckt wird.
Des Weiteren hat Thienemann 2010 Planet Girl gegründet. Bücher für Mädchen, junge und jung gebliebene Frauen finden hier ihren eigenen Bereich.
Nachdem alle Fragen ausführlich beantwortet waren, verabschiedeten wir uns in eine kleine Mittagspause. Eine Stunde später wollten wir uns am Stand von moses. wieder versammeln.
Wer mochte, konnte seine Pause bei BdB verbringen, wo Kaffee und Kuchen bereitstand.


Wir sind ein bisschen draußen spazieren gegangen und haben Cosplayer abgeschossen ...















... natürlich nur mit der Kamera :-)
Die sind immer total klasse und was für eine Mühe die sich mit ihren Kostümen machen. Wahnsinn!



Der Weg zurück zu den anderen führte uns seltsamerweise erstmal nach „Österreich“.

Am Stand vom Milena Verlag hatte ich ein sehr nettes Gespräch mit Evelyn Steinthaler, der Pressevertreterin von Milena.
Auf diesen Verlag wurde ich durch Dee Dee Ramons Buch „Chelsea Horror Hotel“ aufmerksam, welches der Verlag in einer neuen Überarbeitung und Übersetzung herausgebracht hat. Ich war begeistert und werde mir jetzt öfter Bücher dieses Verlages ansehen, die alles andere als Mainstream versprechen.




Originalfotos vom Chelsea Hotel 1997















Nun aber wirklich zurück zur Blogtour.

Am moses. Stand war der Platz leider auch sehr begrenzt. Anna Beckmann hat jedoch sehr professionell alle Fragen beantwortet und uns außerdem einen kleinen Einblick in die Verlagsarbeit gewährt. Hier war wieder viel Lippenlesen gefragt :-) 
Der moses. Verlag verlegt hauptsächlich Sach-und Activitybücher und Accessoires. Das heißt unter anderem, dass es reichlich Merchandising zu, mit und um Bücher herum gibt. Von der Leselampe, über Tassen, Buchhüllen bis hin zu Notizzettelchen.  Beschäftigungsspiele für zuhause und unterwegs gehören genauso zum Sortiment wie lehrreiche Wissensspiele und vieles mehr.
Eine Auswahl, die man sich ansehen sollte.
Wie beliebt allein die kleinen selbstklebenden Notitzzettelchen von Exlibris sind, habe ich am eigenen Leib erfahren. Denn als Anna Beckmann jedem Blogtourteilnehmer ein Blöckchen überreichen wollte, konnte ich die Ellenbogen von anderen Messebesuchern "jeden" Alters, die ich an den Kopf bekommen habe gar nicht mehr zählen. Aua! Liebe Leute - moses. gibt es schon etwas über 20 Jahre und all die hübschen Dinge sind dort käuflich zu erwerben :-) 



Von da aus ging es im Eiltempo zu Blanvalet/Limes/Penhaligon (Random House).
Dort fanden wir, der Größe des Verlags entsprechend, viel Platz vor :-)
Ich kann euch sagen, das war Erholung pur. Getränke und einen Hauch von Frischluft gab es auch - hatten wir auch bitter nötig.
Begrüßt wurden wir von Sebastian Rothfuss, der uns ein bisschen was über das Leben entstehender Buchwelten erzählt hat. Das ist eine Menge Arbeit.
Wenn man bedenkt, wie groß die Random House Gruppe inzwischen ist, kann man als „Otto-Normalleser“ nur Bauklötze ... oder Buchberge staunen.
Ich bin mir gerade nicht sicher, aber Herr Rothfuss sprach von einem Buch pro Tag, das veröffentlicht wird - auf der Random House Seite ist die Rede von 200 Büchern pro Monat. Egal wie sich das im Endeffekt aufteilt, mir fehlt da ein bisschen die Vorstellungskraft. Vielleicht sollten wir mal eine Verlagstour machen, um das alles mit eigenen Augen sehen und begreifen zu können :-)
Am Schluss hat jeder Blogger ein Tütchen mit Buch(Jake Djones), Schweinchen, Notitzzettelchen und Infos über Neuerscheinungen bekommen.

Nachtrag: Herr Rothfuss hat die Frage der erscheinenden Bücher freundlicherweise aufgeklärt. So ergibt sich, dass die drei Verlage: Blanvalet, Limes und Penhaligon, die ja auch im Fokus unseres Besuches standen, gemeinsam etwa 1 Buch pro Tag veröffentlichen. Die anderen Veröffentlichungen, um auch die genannten 200 pro Monat zu kommen, auf die übrigen Verlage der Random House Gruppe verteilt sind.

Die Halbe Stunde Pause, die anschließend angesetzt war brauchte man auch, um das alles irgendwie verarbeiten zu können.

Den nächsten Termin hatten wir in „Österreich“ (da war ich doch heute schon mal) ;-) Naja, nicht ganz, aber der Residenz Verlag hat seinen Sitz in Österreich. Diesen Verlag kannte ich noch gar nicht, aber mit seinen knapp 60 Jahren auf dem Buckel (wenn ich der Recherche trauen kann) ist er ja noch ein junger Hüpfer und wir haben alle Zeit der Welt uns kennen zu lernen. 
Als erstes stachen mir die Kinderbücher ins Auge. Zauberhafte Illustrationen, die man so schnell nicht wieder vergisst. 
Auch Titel wie „Der Winter tut den Fischen gut“ oder "Zebulon" machen sehr neugierig.
Mein erstes Buch von Residenz wird jedoch „Die Besucher“ von Kurt Palm sein.  Vielen Dank dafür. Ich bin gespannt.


Schon ging es weiter mit dem Fischer Verlag, der inzwischen schon auf eine 125 jährige Verlagsgeschichte zurückblicken kann. 

Zwei nette junge Damen (oh Mann, wenn ich mir nur Namen merken könnte) aus der Presse- und Marketingabteilung haben sich viel Zeit für unsere Fragen genommen. 
Als wir auf das Thema Buch-Aktionen kamen, fand ich es total niedlich, dass sie sich so sehr über das Feedback ihrer Onlineaktionen gefreut haben und auch gefragt haben, ob man eventuell etwas ändern sollte, welche Wünsche oder Vorschläge wir haben. 
Auch hier macht man sich also viele Gedanken, wie man die Leser, gerade auch die jüngeren, mit besonderen Aktionen zum Buch bringen kann, oder wenn sie sowieso Vielleser sind, ihnen einen kleinen Bonus mit Spaßfaktor zu kredenzen. Mir gefällt das. Ich gebe zu, mir machen diese Rätsel, Suchspiele oder Ähnliches, sehr viel Spaß. 

Weil es schon spät war und die meisten von uns genug damit zu tun hatten sich selbst zu schleppen, haben wir einen Gutschein für ein Rezensionsexemplar bekommen. Das nenne ich mal weise Voraussicht. Vielen Dank dafür! 


Der Abschluss unserer Verlagstour war bei arsEdition geplant.
Hier hatten wir einen riesig langen Tisch (oder auch viele kleine aneinandergereiht) zur Verfügung, an dem wir (fast) alle einen SITZPLATZ finden konnten :-)
Mit Süßigkeiten und Wasser wurden wir aufgepäppelt, um auch die letzte Station konzentriert verfolgen zu können.
Riesige Unterschiede in den Abläufen der Verlagswelt konnte ich anhand der Berichterstattung nicht erkennen. 
Bei arsEdition allerdings, wäre jedoch anzumerken, dass wir uns in Bälde wohl auf noch mehr Vielfalt in der Jugendliteratur freuen dürfen, denn arsEdition hat den Berliner Verlag Bloomsburry mit ins Boot genommen. 



Bei arsEdition endete unsere Blogtour und für mich persönlich begann sie auch mit arsEdition. Wer den Bericht von meinem ersten Messetag verfolgt hat, wird wissen, dass ich ganz am Anfang für und mit Wulf Dorn ein Signaturbüchlein eröffnet habe. Genau dieses Büchlein hatte ich von arsEdition für die Freigabe eines Zitats meiner Rezension zu "Syrenka" bekommen. Über solche Kleinigkeiten kann ich mich unglaublich freuen. :-)




Wirklich ganz zum Schluss unseres Programms stand noch ein Meet and Greet mit Kim Winter auf dem "externen" Plan, welches die meisten jedoch zu Gunsten von einem der Blogg mein Buch Gründer, Cao Thanh Nguyen, nicht wahr genommen haben. Seine Anwesenheit in der Ikea Lounge war noch mal ein ganz besonderes Highlight.



Super sympathisch hat er einiges über seine Motivationen verraten, diese Plattform für Blogger und Verlage zu gründen. 
Leider begann mitten in seinen Erzählungen nebenan eine Lesung (mit Mikrofon)  sodass, das schon mehrfach geübte Lippenlesen wieder der letzte Ausweg war, etwas zu verstehen. Es wurden reichlich Vorschläge gesammelt, Blogg dein Buch noch attraktiver zu gestalten, etwas hinzufügen oder etwas zu streichen ... aber hier bin ich mir nicht sicher, ob ich das alles so ausplaudern darf. Lasst euch einfach überraschen und geizt nicht mit weiteren Vorschlägen.

Wow, was für ein Tag. Vielen Dank, dass wir dabei sein durften.

Bevor ich meinen Bericht gleich schließe, möchte ich noch ein paar kleine Anmerkungen los werden, die viele Blogger, die nicht bei der Blogtour dabei sein konnten, interessieren werden. 
Mir ist schon mehrfach zu Ohren gekommen, dass einige Blogbetreiber enttäuscht sind, weil sie manchmal keine Antworten auf Mails erhalten. Zu diesem Thema haben wir erfahren, dass die Verlage zwischen 100 und 600 verschiedene Blogs in ihren Verteilern beherbergen. Da kann man sich gut vorstellen, dass nicht immer oder zumindest nicht immer sofort geantwortet werden kann.
Diese Zahlen kann man dann auch mal in Bezug auf Rezensionsexemplare im Hinterkopf behalten. Natürlich freut sich jeder, wenn er eins bekommt, und es ist ja auch nicht so, dass die Verlage diese nicht abgeben möchten, aber es gibt nun mal bestimmte Kontingente, die irgendwann einfach erschöpft sind. Also immer schön entspannt bleiben :-)


Einen ganz herzlichen Dank an Blogg dein Buch, insbesondere an Ann-Catrin, Teresa und ... peinlicherweise habe ich den Namen vergessen, die uns vorbildlich betreut und durch überfüllte Gänge geschleust haben, und an alle Verlage, die sich wirklich viel Zeit für uns genommen haben.


Nach einem schönen, aufschlussreichen Tag :-)




Das war aber immer noch nicht der ganze Tag. :-)

Beim Schlendern durch die jetzt nicht mehr ganz so vollen Gänge entdeckte mein Mann noch Jenny Mai Nuyen. 
Wenn er mich nicht angestubst und ermutigt hätte sie anzusprechen, wäre ich wohl weiter gegangen (Ich oute mich als Bangbüxe), aber so habe ich mir ein Herz gefasst und sie gebeten in mein Signaturbüchlein zu schreiben. Sie war auch super freundlich und total lieb. 
Mein grenzenloser Mut wurde mit einer knuffigen Drachensignatur belohnt :-)




Danach war aber wirklich Schluss. 

Ausgang suchen, in den Bus einsteigen, im Parkhaus ins Auto steigen und die ca 200 Km Richtung Heimat düsen. Naja, von düsen kann nur zeitweise die Rede sein. Der Himmel hat Rotz und Wasser geheult - weil wir nach Hause mussten? Platzregen on Mass :-( 
Aber wir sind gesund und munter angekommen.

Wenn ihr bis hier ... ja, hier ganz unten, durchgehalten habt, scheint euch mein Messebericht ja gefallen zu haben. Puh :-) 
Über einen kleinen Kommentar würde ich mich freuen :-) 

Vielleicht sehen wir uns ja im März 2013 in Leipzig? Wer kommt?

Liebe Grüße
MacBaylie