Sonntag, 29. April 2012

Memento - Die Überlebenden - Julianna Baggott


Langsam geht es weiter. Das Buch passte gerade zu meiner Stimmung.


Memento - Die Überlebenden - Julianna Baggott 

Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 1 (16. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833901133
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Pure
Preis: 16,99 €
Kurzbeschreibung:
Die Geschichte spielt in Amerika. 
Neun Jahre ist es schon her, als die Bomben fielen. Bomben, mit grausamsten Auswirkungen für all die, die sich nicht unter die schützende Kuppel des Kapitols retten konnten. Bomben, die nicht einfach nur Tod bringend waren, sondern auch mit furchtbarsten Verschmelzungen von Mensch und Material einhergingen.
Die 15 jährige Pressia hatte leider nicht das Glück zu den Auserwählten des Kapitols zu zählen und so versucht sie täglich ihren Großvater und sich selbst über die Runden zu bringen. Ab ihrem 16. Geburtstag jedoch soll sie dem recht undurchsichtigen und gewalttätigen Militär dienen. 
Kann die Bekanntschaft von Bradwell, dem Verschwörungstheoretiker, den sie vor kurzem kennen gelernt hat sie davor bewahren? 
Meine Meinung:
Ich denke, dieses Buch scheidet die Geister. Die einen werden es lieben und andere werden es nicht zu Ende lesen.
Ich zähle mich eher zur ersten Gruppe, obgleich es auch einige Kritikpunkte gibt.
Leser, die eine gewisse Romantik brauchen oder erwarten, sollten besser einen großen Bogen um dieses Buch machen, denn sie würden enttäuscht werden.
Memento ist ein Buch das einem nur gefallen kann, wenn man es akzeptieren kann die Story von der Realität zu trennen. Wenn man auch damit zurecht kommt, sich nicht mit den Protagonisten identifizieren können zu müssen.
Als reine Fantasievorstellung finde ich das Buch jedoch wirklich gelungen.
Die Idee mit den Verschmelzungen von Körpern und Gegenständen (Pressia ist zum Beispiel mit dem Puppenkopf, den sie zur Zeit des Bombeneinschlags in der Hand hielt verschmolzen - was hier aber eine der „harmlosesten“ Verschmelzungen war) hat mir sehr gut gefallen. 
Auch Pressia selber hat mir gut gefallen. Obwohl sie es wirklich nicht leicht hatte, sie ihre Kindheit nicht leben konnte, weil viel von ihr verlangt wird um überhaupt irgendwie zu überleben, bleibt sie dennoch Mensch genug, um herausfinden zu wollen, was an diesem System nicht stimmt.
Einige Begebenheiten hätte ich jedoch gerne näher beschrieben gehabt. Leider kann ich dazu nicht wirklich viel sagen ohne zu viel von der Story zu verraten, also lasse ich das lieber. 
Zum Schreibstil möchte ich noch kurz anmerken, dass dieser einem zeitweise sehr distanziert und teilweise sogar lieblos, abgehackt und gefühlskalt erscheinen kann, aber ich denke für diese Geschichte ist das genau das Richtige. Alles Andere hätte sicher nicht gepasst.
Fazit:
Ein wahrlich finsteres Buch mit recht brutalen Passagen.
Lesern, die auf schmalzige Liebesbezeugungen und zauberhafte Zufälle verzichten können, und denjenigen, denen es auch mal eine Spur härter und düsterer gefällt, kann ich das Buch wärmstens empfehlen.


Bewertung

Donnerstag, 19. April 2012

Hallo ihr Lieben,
bevor Ihr euch wundert, warum es auf meinem Blog so ruhig ist:
 Ich habe leider einen Trauerfall in der Familie und mache eine kleine Pause.
Liebe Grüße und bis bald
MacBaylie

Dienstag, 17. April 2012

Wie ein Flügelschlag - Jutta Wilke


 Wie ein Flügelschlag - Jutta Willke
            Unter Wasser fliegen


Gebundene Ausgabe: 282 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 364960566X
ISBN-13: 978-3649605669
Empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Preis: 14,95 €

Kurzbeschreibung:
Die 16 jährige Jana lebt mit ihrer Mutter in bescheidenen Verhältnissen in einer grauen Häusersiedlung, bis für sie ein großer Traum in Erfüllung geht. Sie erhält ein Stipendium an einem sehr gefragten Sportinternat. Ihr größter Reichtum ist ihr Schwimmtalent. Das bemerken auch ihre Mitschüler und sind nicht scharf auf Janas Anwesenheit. Lediglich Melanie freundet sich mit Jana an, doch kurze Zeit später wird Mel tot in der Schwimmhalle aufgefunden. Als wäre der Tod der Freundin nicht schon schlimm genug, versuchen auch noch alle Jana die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. 
Nach einer kurzen Schockstarre beginnt Jana sich dagegen zur Wehr zu setzen und versucht auf eigene Faust herauszufinden, was wirklich geschehen ist. Dass sie sich, und Melanies Bruder Mika, der ihr bei der Aufklärung helfen will, in große Gefahr bringt, ist ihr nicht wirklich bewusst, bis ...
Meine Meinung:
Was alles geschieht und zu welchem Zeitpunkt Jana bemerkt, dass sie in echter Gefahr schwebt, müsst ihr natürlich selber erlesen. Es ist spannend.
Mir hat die Story sehr gut gefallen. Jutta Wilke schreibt wunderbar leicht und locker und dass sie uns Jana in der Ich-Erzählweise präsentiert, macht die ganze Geschichte noch authentischer. Als Leser bleibt einem gar nichts anderes übrig, als mit Jana mitzufühlen und mitzuleiden. Es gibt aber auch Stellen, an denen man sich mit ihr freuen kann.
Ihre Überlegungen sind für ein Mädchen in ihrem Alter sehr realistisch und nachvollziehbar. Auch wenn es die ein oder andere Wiederholung gibt, oder Jana sich bisweilen selber nicht versteht. Sie hat es aber auch wirklich nicht leicht, geht aber sehr souverän mit ihrem Schicksal um; ohne dabei perfekt sein zu müssen.
Die anderen Charaktere sind auch nicht uninteressant. Z.B. Mika, Melanies Bruder, der ebenfalls sehr unter dem Tod seiner Schwester leidet. Er freundet sich mit Jana an und versucht gemeinsam mit ihr den wahren Grund für Mels mysteriösen Tod aufzudecken. Hier bahnt sich zudem eine zarte Liebesgeschichte an. Wobei Liebe für Jana auch etwas ist, das sie erst noch entschlüsseln muss, da sie bislang nur die Klammergriffe ihrer Mutter kennt, die wiederum nicht gut auf Männer zu sprechen ist.
In diesem Zusammenhang hat mir dieses Zitat (S.225) sehr gut gefallen:
Ist Liebe so? Meine Mutter liebt mich, da bin ich mir sicher. Nimmt Liebe einem die Luft zum Atmen? Manchmal denke ich, dass Liebe ganz anders sein sollte.
Ein paar Kleinigkeiten habe ich aber auch zu bemäkeln, weshalb es leider nicht ganz für 5 Sternchen gereicht hat. 
Melanie wurde für uns ja nur aus der Sicht von Jana erwähnt, deshalb konnte man in ihre Gefühlswelt natürlich nicht hineinschauen. Das war vielleicht auch der Grund, warum einige Fragen die sie betrafen unbeantwortet blieben. Ohne zu viel zu verraten; da gab es z.B. einen Jungen und ein Foto, zu denen ich gerne mehr erfahren hätte. 
Außerdem blieb meiner Meinung nach einiges zu Melanies Eltern und Lehrern im Dunkeln.
Aber nichtsdestotrotz  hat mir das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich bin froh es gelesen zu haben. 
Das Cover und die Buchgestaltung mit den Schmetterlingen zu jedem Kapitelanfang, sind ein echter Hingucker. 
Fazit:
Ein sehr lesenswerter Jugendthriller mit viel Gefühl. 
Ein Buch, dass man so schnell nicht wieder weglegt, wenn man es einmal begonnen hat. 



Bewertung

Montag, 16. April 2012

Award

Hallo,
beinahe hätte ich es vergessen:
Die liebe Svenja von The Book Thief hat mir diesen schnuckeligen Award verliehen.
Ist der nicht niedlich?




Der passt wunderbar zum heutigen Tag. Erstens hat mein Sohn Geburtstag; 
und mein Blog ist heute genau seit 3 Monaten online :-) 
Vielen lieben Dank dafür!!!
Wenn ihr mögt, könnt ihr Svenja ja mal auf ihrem Blog besuchen, wie ich gerade gesehen habe, fehlen ihr nur noch 4 Leser bis zum ersten Hunderter :-)

Weitergeben werde ich den Award an:


Liebe Grüße
MacBaylie

Freitag, 13. April 2012

MÉTO - Das Haus - Yves Grevet


 MÉTO - Das Haus - Yves Greves

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423625142
Empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Preis: 14,95 €
Kurzbeschreibung:
64 Jungen leben im HAUS hinter verbarrikadierten Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, woher sie kommen, und sie wissen nicht, wohin sie verschleppt werden, wenn ihre Zeit im Haus abgelaufen ist. Fragen dürfen sie keine stellen – tun sie es doch, werden sie von Männern, die sie rund um die Uhr bewachen, brutal bestraft. Als sich einer der Jungen nicht länger seinem Schicksal beugen will und Widerstand leistet, bekommt er die ganze Härte des Systems zu spüren, in dem er gefangen ist. Doch andere eifern ihm nach und erheben sich wie er gegen Gewalt und Willkür, um die Macht des Hauses zu stürzen. Es ist der Beginn eines gefährlichen Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung. Es ist der Kampf des jungen MÉTO.
Meine Meinung:
Das Cover hatte mich ehrlich gesagt etwas abgeschreckt, aber im Nachhinein bin ich froh das Buch gelesen zu haben und ich freue mich jetzt schon auf die beiden folgenden Bände. 
Ich kannte Yves Grevet vorher nicht - aber während des Lesens dachte ich mir die ganze Zeit, dass er sicher Lehrer ist und wie ich nun weiß, war er das auch.
Die Art, wie Regeln, verschiedenen Spiele und Sportaktivitäten erklärt wurden, erinnerte mich an einen meiner Lehrer von früher. Auch diese eher nüchterne und recht emotionslose Schreibweise, bloß nichts ausschmücken oder mit Gefühl versehen, ist mir daher bekannt. Einige Zahlenspielchen finden auch lehrmeisterhaft Verwendung. :-)
Zu dieser Geschichte passt der Stil aber ausgesprochen gut. Die Jungs im HAUS kennen es ja nicht anders, sie erinnern sich an nichts was früher war. Weder, wo sie herkommen, noch wissen sie, wo sie ab einem gewissen Alter oder einer bestimmten Körpergröße hin verschwinden. Sie kennen nur ihren akribisch durchgeplanten Tagesablauf, einen Film mit schrecklichen Bildern vom Leben „davor“ aus dem hervorgeht, dass das HAUS die einzige Rettung war, und natürlich, dass es sehr wichtig ist keine Fragen zu stellen. Unterrichtet wird streng nach Plan, sonst nichts. Wenn man da an so manche Schulen denkt, ist das gar nicht so weit hergeholt. Vielleicht war das ja auch ein Grund für Herrn Grevet vom Lehrer zum Buchautoren zu wechseln. 
Das ganze Buch über herrscht eine bedrückende Stimmung, denn bei der ständigen Angst Fehler zu machen und dann dafür hart bestraft zu werden, kommen doch auch immer wieder Fragen auf, die keine Antworten finden. Der junge Méto, einer der ältesten Jungen, wird aber immer neugieriger, denn seine Zeit ist bald abgelaufen und er kann sich mit der Ungewissheit nicht abfinden.   
Ich will wissen, woher ich komme und was später aus mir wird. Bitte.
           xxx                 xXx             Xxxxx                   x           xxxXxxxx
Diese Botschaft steht eines Morgens mit Kreide auf der Rückseite einer Toilettentür geschrieben. Viele der Jungen setzen heimlich ein Kreuzchen der stillen Zustimmung darunter, aber keiner wagt es, über die Frage, die sie alle beschäftigt, zu reden. Kurz darauf ist die Botschaft verschwunden. 
Aber die Rebellion wächst täglich ein kleines bisschen mehr.
Fazit:
Eine düstere Geschichte, die zeigt, dass man auch in scheinbar ausweglosen Situationen einiges auf die Beine stellen kann. Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig als ein Risiko einzugehen um Leben zu können, auch wenn das eventuell den Tod bedeuten könnte.
Ich denke, hier ist selbst der Autor ein Wagnis eingegangen, indem er diesen relativ reduzierten und doch recht emotionslosen Schreibstil gewählt hat. Aber es hat funktioniert und der Geschichte eine außergewöhnliche, aber äußerst passende Atmosphäre verliehen.


Bewertung

Montag, 9. April 2012

Von der Nacht verzaubert - Amy Plum




  Von der Nacht verzaubert - Amy Plum

Gebundene Ausgabe: 394 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785570425
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Preis: 18,95 €
Kurzbeschreibung:
Kates Eltern sind bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Da ihre Großeltern in Paris wohnen zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu ihnen. Beide Schwestern gehen auf ihre eigene Weise mit der Trauer um. Georgia stürzt sich ins Nachtleben und macht sämtliche Clubs unsicher um zu vergessen, Kate verbringt ihre Tage in beschaulichen Cafés mit ihren Büchern. In einem dieser Cafés trifft Kate auch zum ersten Mal auf Vincent.  Seltsamerweise laufen sie sich ab diesem Zeitpunkt immer öfter über den Weg und Kate beginnt sich in den hübschen jungen Mann zu verlieben. Dummerweise muss sie aber auch erfahren, dass Vincent kein normaler Junge ist, sondern ein Revenant. Ein quasi Unsterblicher, wären da nicht noch andere Unsterbliche, die Vincent nach dem „Leben“ trachten. Ob Kate sich in ihrer Situation auf solch einen Freund einlassen kann? 
Sie ist sich nicht sicher.
Meine Meinung:
Hier fällt es mir nicht leicht, eine angemessene Rezension zu schreiben. Im Grunde müsste ich meine Meinung zweiteilen. Ich versuche es mal so:
Für jüngere Leser ist dieses Buch sicherlich romantisch, aufregend und wunderschön. Der Schreibstil ist einfach und sehr gut verständlich. Die Protagonisten machen einen angenehmen Eindruck und ich denke, viele Leser(innen) können sich sicherlich bestens in Kate hineinversetzen. Sie werden mit ihr trauern, bangen, lieben und hoffen. 
Auch Vincent und seine Freunde werden mit Sicherheit ganz nach dem Geschmack der jungen Leserschaft sein. Sie sind auf ihre Weise geheimnisvoll aber dennoch recht einfach zu durchschauen. 
Die romantischen Aspekte grenzen meiner Ansicht nach an schnulzig, werden jedoch niemanden überfordern. 
Bei „älteren“ Lesern oder denjenigen, die schon reichlich vergleichbare Geschichten gelesen haben, werden sich ziemlich schnell Déjà-vus bemerkbar machen. Egal, ob es das 16 jährige Mädchen ist, das durch einen tragischen Unfall die Eltern verloren hat und sich dann Hals über Kopf in einen außergewöhnlichen jungen Mann verliebt, der natürlich sein gefährliches Geheimnis hütet. Die immer wieder erwähnte Schönheit dieser außergewöhnlichen Zeitgenossen, die hier Revenant genannt werden. Und natürlich die Feinde, die nur auf den Kampf um Leben und Tod lauern. 
Wie gesagt, der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr angenehm und sie nimmt uns mit auf eine traumhafte Reise durch die Stadt der Liebe. Schöne Beschreibungen geben einem das Gefühl selber durch die Stadt, die kleinen Cafés und an der Seine entlang zu streifen. 
Die Idee mit den Revenant und deren mysteriösen Ruhezeiten hat mir auch ganz gut gefallen.
Ansonsten war es aber eine absolut vorhersehbare Geschichte und meiner Meinung nach hat die Autorin immer viel zu viel verraten, sodass man den nächsten Schritt quasi auf dem Silbertablett serviert bekommen hat. Tja und mit Kitsch und Klischees wurde auch nicht gerade gegeizt. Das fand ich persönlich ein bisschen schade.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch aber gerne gelesen und es hat mich auch gut unterhalten. Den zweiten Teil werde ich wahrscheinlich auch lesen, denn ich würde der Autorin gerne die Chance geben, mich damit vielleicht etwas mehr zu überzeugen. Obwohl es ein relativ abgeschossenes Ende gab, stehen doch noch einige Dinge unbeantwortet im Raum über die ich mehr erfahren möchte.
Fazit:
Für jüngere Leser/innen und Neueinsteiger in dieses Genre, sicher eine wunderschöne Liebesgeschichte.
Für „ältere Semester“ oder Vielleser etwas zu vorhersehbar und klischeebeladen. 



Bewertung

Sonntag, 8. April 2012

Endzeit - Liz Jensen


Heute ist in meiner Autorenindexauffüllung Buchstabe J an der Reihe :-)


Endzeit - Liz Jensen

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: DTV (1. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3423248440
Preis: 14,95 €

Kurzbeschreibung:
Sie kann Katastrophen vorhersehen...
In der Hitze eines gnadenlosen Sommers versucht die Psychotherapeutin Gabrielle, nach einem Autounfall wieder in ihrem Beruf Fuß zu fassen. Aber dann weist man ihr ausgerechnet die 16-jährige Bethany als Patientin zu. Bethany hat auf grausame Weise ihre Mutter umgebracht. Sie ist gewalttätig, manipulativ - und sie behauptet, sie könne Katastrophen vorhersehen. Gabrielle tut das als Symptom von Bethanys psychischer Erkrankung ab. Doch dann treten genau die Unglücksfälle ein, die Bethany prophezeit hat. Ist es möglich, dass tatsächlich die Apokalypse bevorsteht, eine letzte Katastrophe, die eine vom Konsumwahn verblendete Menschheit endgültig in den Abgrund stürzen wird?


Meine Meinung:
Normalerweise lese ich sehr gerne Endzeitgeschichten, aber mit dieser hier, hatte ich so meine Probleme. Die ersten 100 Seiten z.B. konnte ich überhaupt nicht ins Buch finden. Die Erzählweise brachte mich immer wieder raus und ich musste mehrfach zurück blättern, um dann festzustellen, dass in die aktuelle Situation einige Brocken „gedachte Vergangenheit“ eingebaut war. Das hat mich sehr im Lesefluss gestört.
Dann bin ich der Meinung, dass das Hauptthema mit zu viel Nebensächlichkeiten bombardiert wurde, sodass ich immer froh war, wenn die eigentliche Geschichte endlich fortgesetzt wurde und wieder in Gang kam.
Auch, wenn es heißt, dass Psychotherapeuten meist selbst mit ihrem eigenen Leben nicht zurecht kommen, ging mir Gabriella mit ihren Eifersüchteleien und ihrem Selbstmitleid - wobei sie Mitleidsbekundungen doch stets kategorisch ablehnte -  mehr und mehr auf die Nerven.
Zum Ende hin hatte ich mich dann weitgehend an den Schreibstil, den ich zwischenzeitlich als richtig gut empfunden habe, gewöhnt und die Story nahm auch an Fahrt auf. Aber dann war es auch schon ruck zuck zu Ende.
Richtig gut hingegen hat mir Bethany gefallen. Ihre Figur war gut ausgearbeitet und konnte auch überzeugen.
Fazit:
Die Story an sich ist nicht schlecht. Meiner Meinung nach wurden aber die Prioritäten falsch gesetzt. 


Bewertung

Freitag, 6. April 2012

Firelight - Brennender Kuss - Sophie Jordan

Hallo und guten Morgen
Heute muss ich mal wieder was tun, um meine Rezensionen (A-Z) aufzufüllen. Einige Buchstaben sind leider noch verwaist - das geht ja gar nicht ;-)
Also werde ich mit diesem wirklich schönen Buch dem J einen Untermieter verpassen.


Firelight - Brennender Kuss - Sophie Jordan


Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (1. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570457
ISBN-13: 978-3785570456
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre


Kurzbeschreibung:
Jacinda ist 16 und sie ist ein Draki. Ein Drachenwesen, welches eine menschliche Gestalt annehmen kann, um sich vor den Menschen schützen zu können. Jacinda ist mit Leib und Seele Draki, so verwundert es kaum, dass sie die Regeln des Rudels missachtet und sich auch am helllichten Tage verwandelt, um ihre Flügel auszubreiten und ihrer Sehnsucht, frei fliegen zu können, nachgibt. Dabei bringt sie sich, ihre Freundin Az und das ganze Rudel in Gefahr. Drachenjäger entdecken und jagen sie. Hier trifft sie zum ersten Mal auf Will. Will ist ein Jäger und stöbert sie in einer Höhle auf. Aber seltsamerweise verrät er sie nicht. 
Nachdem Jacinda den Jägern entkommen ist, wartet schon die nächste Gefahr auf sie. Und diese Gefahr ist ihr eigenes Rudel, was ihr zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht bewusst ist. Ihre Mutter jedoch kennt die Strafe, die  ihrer Tochter droht und bringt sie noch in der selben Nacht fort. Fort von allem. Fort in ein neues Leben. 
Meine Meinung:
Sophie Jordan hat eine wirklich schöne und interessante Geschichte geschrieben. Die Beschreibungen der Draki, ihre Verwandlung und die Gefühle, wie es ist ein feuerspeiendes Drachenwesen zu sein, haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach, gut verständlich und doch auch aussagekräftig. Viele kleine Hinweise werden geschickt verstreut und bauen kontinuierlich immer mehr Spannung auf. 
Jacinda ist im Grunde ein sehr sympathisches Mädchen, jedoch kann sie auch ziemlich nervig daher kommen. Sie fällt des öfteren „endgültige“ Entscheidungen, um sie im nächsten Moment wieder über den Haufen zu werfen. Das wirkt teilweise etwas überladen, aber unter Berücksichtigung ihres Alters und ihrer Situation - wer verliebt sich schon täglich in seinen tödlichsten Feind? - kann man ihr diese Stimmungsschwankungen durchaus verzeihen.
Will, der Jäger, ist meiner Meinung nach der stärkste Charakter und mir persönlich am sympathischsten. Er weiß was er will und obwohl auch er in einer prekären Situation steckt und ein Geheimnis hütet, versucht er seine Ziele zu erreichen. Ob er es letztendlich schafft werden wir wohl erst in den weiteren Teilen erfahren.
Ein bisschen habe ich mich darüber geärgert, dass man über die Enkros so wenig erfährt, denn sie sind es, die den Jägern die Beute (die erjagten Drakis) abkaufen. Was sind das für Wesen? Aber auch das ist scheinbar so gewollt gewesen, um den Leser ganz und gar auf die weiteren Bände einzuschwören ;-) Ein gelungener Schachzug.
Auch zu Cassian, dem Draki-Prinzen, den Jacinda eigentlich ehelichen soll, um mit ihm viele kleine Feuerspucker zu zeugen, fehlt mir jegliche Einschätzung. Er taucht bisweilen mal auf, aber wer er wirklich ist und welches Spiel er mit Jacinda treibt bleibt relativ offen. Sehr geheimnisvoll.
Zuletzt noch ein Wort zu dem wirklich schönen Cover. Es leuchtet, glitzert und hat ein bisschen was von Reptilienhaut. 
Fazit:
Ein Jugendbuch nicht nur für Jugendliche. 
Eine spannende Geschichte um Andersartigkeit, Freundschaft, Liebe und (Draki)Leidenschaft, der von Anfang bis Ende das Feuer nicht ausgeht.
Liebend gerne würde ich jetzt schon den zweiten Teil lesen.



Bewertung


Donnerstag, 5. April 2012

Sternenfeuer - Gefährliche Lügen - Amy Kathleen Ryan



Sternenfeuer - Gefährliche Lügen
 Amy Kathleen Ryan


Ein wirklich interessanter Auftakt zur funkelnden Sternentrilogie! 
                                                                                    
Kurzbeschreibung:
Die 15-jährige Waverly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Sternenschiffes Empyrean geboren wurden. Alle gehen davon aus, dass sie bald ihren Freund Kieran heiraten wird um eine Familie zu gründen, und somit das Überleben der Menschheit auf der langen Reise zu einem fernen Planeten sichern wird.  Waverly mag Kieran sehr – aber ist es wirklich Liebe? und ist sie überhaupt schon bereit, so früh diesen entscheidenden Schritt zu gehen? Gerade, als sie sich näher mit diesem Thema beschäftigt endet das friedliche Leben, das sie gewohnt ist, denn wie aus dem Nichts taucht das weit entfernt geglaubte Schwesterschiff, die New Horizon auf und greift unverhofft an. Viele Erwachsene werden getötet und alle Mädchen entführt. Während Kieran auf der schwer beschädigten Emphyrean um sein und das Überleben der zurückgelassenen Jungs kämpft, muss Waverly auf der New Horizon alles daransetzen, um auf die Empyrean zurückzukehren …
Meine Meinung:
Ehrlich gesagt hatte ich bei diesem Buch nicht mit einer so „schönen“ Geschichte gerechnet. Schön, nicht im Sinne von Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität, oder einer Liebesgeschichte ala Ponyhof. (Ganz im Gegenteil; hier geht es teils richtig heftig zur Sache). Schön, im Sinne von „Wow, so kann ich es mir vorstellen, wenn die Erde den Bach runter geht und Menschen einen Neuanfang wagen müssen - und meistens nicht wirklich viel dazugelernt haben“. Und schön, im Sinne von „Ein Glück, dass es nur eine Geschichte ist.“ Aber leider, leider auch ein dickes Fünkchen Wahrheit beinhaltet.
Natürlich gibt es auch hier den einen oder anderen Abschnitt, wo ich denke, dass man vielleicht ein bisschen weniger klischeehaft hätte agieren können, aber wirklich störend fand ich das im Gesamten jetzt nicht. Es gibt wieder das Mädel, das, wenn in diesem Teil auch noch zaghaft, zwischen zwei Jungs steht, die Eltern sind entweder in Gefahr oder tot und es gibt natürlich auch wieder die Bösewichte, die anfangs vielleicht gar nicht so böse erscheinen. Aber trotz alledem bin ich der Meinung, Amy Kathleen Ryan ist eine spannende Story gelungen, die funktioniert. Und das ist doch die Hauptsache. 
Vom Raumschiff her, hat mich die Beschreibung an den Film „Lautlos im Weltall“ erinnert. Dort gab es auch verschiedene Kuppeln mit Gärten, Blumen und Feldern. :-)
Waverly hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Sie lernt schnell und entwickelt sich der Story angemessen weiter. Sie hegt oft Zweifel, ist aber nicht so borniert, sich gegebenenfalls auch gegenteilig überzeugen zu lassen, oder andere Meinungen zumindest anzuhören. Ihre Entscheidungen trifft sie jedoch selber, auch wenn sie diese nicht immer glücklich machen.
Bei Kieran bin ich mir noch nicht so sicher. Er wirkt teils hilflos und desorientiert. Er ist meiner Meinung nach ein recht wackeliger Zeitgenosse, obwohl ihm eine große Aufgabe prophezeit wird. 
Seth hingegen ist mir da irgendwie sympathischer. Er ist zwar anfänglich recht gewalttätig, oder soll zumindest so wirken - von seinem Vater hat er schließlich nichts anderes gelernt - aber irgendwie finde ich ihn auch ziemlich realistisch und lernfähig. Und eine gewisse Ehrlichkeit ist ihm angehaftet.
Über den Verlauf der Geschichte möchte ich allerdings gar nichts verraten, außer, dass eine ganze Menge passieren wird. 
Ob Waverly es schaffen wird und wie Kieran mit seiner Situation umgeht und was Seth mit der ganzen Angelegenheit zu tun hat, müsst ihr schon selber herausfinden. Es lohnt sich.
Das Cover finde ich auch sehr schön und entgegen vieler anderer Meinung auch sehr passend. Eine Galaxis spiralförmig eingefasst an einer Kette. 
So eine Kette hätte ich auch gerne :-) (Aber ohne die Aufgabe, die dahinter steht!) 
Fazit:
Ein Buch, das eine Botschaft vermittelt für die man nicht mal zwingend ein Raumschiff benötigt. 
Wo enden wir mit unserer Gier, unserer Skrupellosigkeit oder unserm Religionsfanatismus? Wozu sind Menschen fähig, im Glauben ihr Leben zu sichern, und was erachten sie dabei alles als richtig?



Bewertung

Montag, 2. April 2012

Wir zwei allein - Matthias Nawrat

Wir zwei allein - Matthias Nawrat 



Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Nagel & Kimche (27. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3312004973
Preis: 17,95 €




Kurzbeschreibung:
Der namenlose Ich-Erzähler ist beinahe 30 Jahre alt, hat sein Studium abgebrochen und fährt Gemüsekisten durch den Schwarzwald. Eigentlich gefällt ihm sein Leben so wie es ist. Er fährt täglich die Serpentinen und Pässe seiner wirklich schönen und ländlichen Heimat entlang und hat reichlich Zeit zum fabulieren. 
Dann jedoch trifft er in seiner Stammkneipe auf Theres. Die junge Frau ist Künstlerin, so anders, scheint unnahbar. Sie übt eine Anziehungskraft auf ihn aus, der er sich nicht entziehen kann und sein ganzes Leben steht plötzlich Kopf.

Meine Meinung:
Soweit so gut. Nun könnte man annehmen, es folgt eine berauschende Liebesgeschichte. Vielleicht ist es das sogar, aber ich hatte doch meine Probleme damit. 
Matthias Nawrat geizt nicht mit Metaphern, die auch wirklich wunderschön sind, aber mir schlussendlich doch zu viele waren. Vielleicht war mir auch nur der Ich-Erzähler zu verkorkst. Rückblickend würde ich sagen, dass nicht ein einziges vernünftiges Gespräch geführt wurde. Es gab „Wörtliche Rede“ ohne Anführungszeichen, Ein- und Zweiwortsätze, vermischt mit Fantasien und Gedanken, denen ich nicht wirklich folgen konnte. 
Das Gleiche geschieht aber auch bei den anderen Figuren wie z.B. seinem Chef, beim Wirt ... , die noch erwähnt werden. (Keine vernünftigen Gespräche, keine wirkliche stilistische Abgrenzung)
Theres gefiel mir dabei noch am besten, sie hinterfragt zumindest mal einige Dinge und macht sich bisweilen halbwegs realistische Gedanken. Im Endeffekt aber auch nicht unbedingt hilfreich für eine ernstzunehmende Beziehung. 

Ich versuche meinen Eindruck mal so zu erklären: Auf der einen Seite könnte man annehmen, der Ich- Erzähler berichtet reines Wunschdenken oder vielleicht auch etwas Erlebtes vermischt mit Fantasie - dafür war es aber nicht fantastisch genug. Zeitweilig hatte ich den Eindruck, unser Erzähler könnte vielleicht sogar in einer Psychiatrischen Anstalt wohnen und mit diesem Aufschreiben seiner Geschichte irgendetwas verarbeiten.
Auf der anderen Seite könnte es auch alles realistisch sein (keine Ahnung ob es solche Menschen gibt) dafür waren mir dann aber zu viele chaotische Fantasien vorhanden.
Mir fehlte ein bisschen die Abgrenzung zwischen Wirklichkeit und Fantasie.
Fazit:
Ein Buch, das ohne jeden Zweifel zum Nach- und Mitdenken anregt, es sogar erfordert. Meiner Meinung nach gibt es hier eine Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten, die jeder für sich selber herauslesen sollte.
Ein Buch über „Liebe“ (vielleicht auch nur vermeintliche Liebe), Verzweiflung, Wunschdenken, Bindungsängste und Unentschlossenheit. Sprachlich wunderschön, aber ebenso verwirrend.





Bewertung

Sonntag, 1. April 2012

Statistik März 2012

Im Moment ist es bei mir leider etwas ruhiger aber manchmal gibt es eben Dinge im Leben, die mehr Zeit in Anspruch nehmen als es einem lieb ist aber dennoch äußerst wichtig sind. Deshalb gibt es dieses mal auch einen recht spartanischen Monatsrückblick.

Das habe ich im März gelesen und rezensiert:

  1. Gebannt - unter fremdem Himmel - Veronica Rossi
  2. Das Land der verlorenen Träume - Caragh O'Brien
  3. Fische füttern - Fabio Genovesi
  4. Chucks - Cornelia Travnicek
  5. Schwarze Schwäne - Daniel Westland
  6. Wir zwei allein - Matthias Nawrat
Und im März noch angefangen:
Sternenfeuer - Gefährliche Lügen - Amy Kathleen Ryan (bis Seite 169)
Anschließend geht es dann weiter mit:
Von der Nacht verzaubert - Amy Plum , in der Leserunde von liesundlausch.de :-)